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Mit Live-Untertiteln von SWISS TXT

Mit viel Kunst aus aller Welt
und einer guten Portion Harmonie

machen wir uns zusammen
auf den Weg Richtung Wochenende.

Schön, sind Sie dabei,
einen wunderschönen guten Abend.

Als Goof der Nation
wurde sie schweizweit bekannt,

aber ein Goof ist Ursula Schaeppi
schon lange nicht mehr.

Am Sonntag feiert sie
ihren 85. Geburtstag

und wir schauen schon heute zurück

auf ein bisschen
Schweizer Fernsehgeschichte,

die wir ihr zu verdanken haben.

Ursula Schaeppis Weg zur Bühne
beginnt früh - und auf Zehenspitzen.

Als junge Ballettschülerin
weiss sie bereits,

sie will Schauspielerin werden.

Als ich das erste Mal ein Theater
sah, "Peterchens Mondfahrt",

sagte ich danach: "Lieber Gott, ich
will das auch, ich will das auch."

Mit 18 Jahren
spielt sie am Stadttheater Bern

die Rolle der Laura in
Tennessee Williams' "Glasmenagerie".

Es folgen Engagements
in Deutschland.

Sind Sie auch so flink
im Beerensuchen wie Röbeli?

Mit 34 Jahren
kommt sie zurück in die Schweiz,

spielt
an der Seite von Ruedi Walter

und in der kabarettistischen Revue
"Damenwahl".

Spätestens mit "Teleboy"
wird Schaeppi schweizweit bekannt.

Als freches Lausemädchen
an der Seite von Kurt Felix

stiehlt sie selbst dem grossen
Showmaster manchmal die Show -

und schreibt damit
Fernsehgeschichte.

Ich hatte ein schlechtes Gewissen

und dachte, ich könnte heute
auch mal etwas Gutes über Sie sagen.

Das wäre wirklich nett

Wir haben uns wunderbar verstanden
und miteinander rumgeblödelt.

Wir haben immer gesagt, dass wir
im nächsten Leben heiraten werden.

Und aus Ruedi,
meinem Ex-Lebenspartner, und Paola

machen wir Schildkröten.
Aber sie haben das gewusst.

Wir haben das nicht
hinter ihrem Rücken gesagt.

Für ihre Rolle als streitlustige Eva
Chifler, die sie von 1987 bis 1993

an der Seite von
Walter Andreas Müller verkörpert,

erhält sie ihren ersten Prix Walo.

Ein weiterer
folgt 2013 für ihr Lebenswerk.

Jetzt bin ich so glücklich
und weine. Saublöd.

Das Leben
hält aber neben Höhepunkten

auch Rückschläge für sie bereit,
wie sich im gleichen Jahr zeigt:

Im Dezember wurde festgestellt,
dass ich Leukämie habe.

Aber es ist Altersleukämie,
also nicht schlimm.

Man stirbt nicht an der Krankheit,
sondern mit der Krankheit.

Heute lebt Ursula Schaeppi
zurückgezogen in Thalwil

mit ihrem treuen Hund Thilo.

2020 sagt Schaeppi:

Es geht mir eigentlich
so gut wie noch nie.

Oder wie schon lange nicht mehr,
wenn ich es so sage.

Ob als Goof, Revue-Star oder
Chiflerin - sie bleibt ein Unikat.

Es ist eben einfach ein Wunder,
wenn ein Kind geboren wird.

Und das wird einem manchmal
erst wieder bewusst,

wenn es bei der Geburt
zu Komplikationen kommt.

Das sind
die Kurzmeldungen des Tages.

Moderatorin Alexandra Maurer
ist zum zweiten Mal Mutter geworden.

Es ist wieder ein Mädchen.

Das verkündet die 43-Jährige
jetzt auf Instagram.

Allerdings verlief die Geburt
nicht ohne Komplikationen.

Maurer liegt nach wie vor

auf der Intensivstation
des Universitätsspitals Zürich.

"Wir danken euch für all
die liebevollen Nachrichten

und die Unterstützung."

"Sobald ich wieder zu Hause bin,

werde ich mich
bei jedem einzelnen melden."

Was genau passiert ist,
verrät sie nicht.

Die Kleine, deren Namen
sie noch für sich behält,

ist aber gesund zur Welt gekommen.

Alexandra Maurer und ihr Mann Greg
haben bereits eine Tochter,

die sechsjährige Amelie.

Doppelte Freude im Finale
von "Germany's Next Topmodel".

Der 19-jährige Abiturient Moritz

und die 20-jährige Lehramtsstudentin
Daniela ...

Es ist Daniela.

... gewinnen
die 20. Staffel der Castingshow.

Und wie auch schon
in den vergangenen Jahren

leistet fast ihre ganze Familie
Heidi Klum Gesellschaft.

Neben ihr auf dem Sofa:

ihre älteste Tochter Leni, Schwager
Bill und Ehemann Tom Kaulitz.

Ex-Topmodel Naomi Campbell
komplettiert die illustre Runde.

Mit einem Markanteil von 22,4 %
bei den 14- bis 49-Jährigen

gehört das diesjährige Finale

zu den erfolgreichsten
in den letzten Jahren.

Psst, nur zu laut sollte man
in einem Museum nicht sein,

rund um diese
vielen teuren Kunstwerke.

Das gilt allerdings nicht
für diese Ausstellung,

die aktuell in Zürich stattfindet.

Unter freiem Himmel, plaudernd
mit einem Cüpli in der Hand,

kann man sich Kunst
im Park anschauen.

Seit 1844 thront das Hotel Baur
au Lac mitten im Herzen Zürichs,

eingebettet in einen idyllischen
Park der - zumindest zeitweise -

Kunstwerke aus aller Welt
beherbergt.

Es war der Künstler Fernando Botero,
der einst meinte,

ich sei wohl die Einzige,

die mitten in Zürich über
einen solch riesigen Garten verfüge.

Er wollte mir seine Skulptur
"The Fat Lady" ausleihen

und als sie dann tatsächlich
in unserem Garten lag,

war das der Beginn
von "Art in the Park".

Set mittlerweile 23 Jahren

bietet die Hoteldirektorengattin
Gigi Kracht

jeden Sommer Künstlerinnen
und Künstlern die Gelegenheit,

ihre Werke
einem illustren Publikum zu zeigen.

Inzwischen bin ich zurück
bei meiner ursprünglichen Idee

und versuche, enorm kreativen Köpfen
eine Bühne zu bieten.

In meinem Garten sind Künstlerinnen
und Künstler vertreten,

die zwar bereits
in Galerien ausgestellt haben -

sich aber noch nicht wirklich
etablieren konnten.

Dieses Kriterium

trifft auch auf die Walliser
Künstlerin Louisa Gagliardi zu.

Ihre Bilder sind allerdings
alles andere als wetterfest -

deshalb gibt es für die 36-Jährige
eine Sonderlösung.

Statt
mit den Begebenheiten der Natur

spielt ihre Kunst
mit den Räumlichkeiten des Hotels.

Vor drei Monaten
hatte ich die Gelegenheit,

das Innere dieses Hauses
kennenzulernen.

Danach konnte ich meine Werke
den Räumen entsprechend entwerfen.

Jeder Bereich
erzählt eine eigene Geschichte -

und mit jedem Menschen, der
ihn betritt, kommt eine neue hinzu.

Diese Begegnungen und Atmosphären

inspirieren
meine künstlerische Arbeit.

Doch auch draussen
unter freiem Himmel

will die Kunst
ihre Geschichten erzählen -

eine besonders märchenhafte, wenn es
nach Mitkurator Andreas Grimm geht.

Mit der diesjährigen Ausgabe
von "Art in the Park"

möchte er die Leute
in einen Zaubergarten entführen.

Das sei angesichts der aktuellen
Weltlage wichtiger denn je:

Künstler und Künstlerinnen

sind immer wichtig für Veränderungen
und für den Zeitgeist.

Ohne jetzt politisch zu werden -

wir wissen ja alle,
was auf der Welt gerade so passiert.

Aber es ist so, dass Künstler doch
noch ein grosses Augenmerk haben,

um den Fokus vielleicht auch mal
auf etwas anderes zu lenken,

was mit Kultur zu tun hat,
mit Menschlichkeit,

manchmal auch mit Schönheit.

Und es kommt noch
eine zusätzliche Komponente hinzu:

Denn wer sich zwischen Bäumen,
Wiesen und Skulpturen bewegt,

erlebt Kunst
auf ganz unmittelbare Weise -

fernab steriler Museumswände

und ganz ohne
"Bitte nicht berühren"-Schilder:

Die Menschen
gehen viel spielerischer damit um,

sie gucken sich die Kunst an,
können sie anfassen -

das ist im Museum nicht möglich.

Aber hier kann ich auch
ein haptisches Erlebnis haben.

Die Skulptur
ändert sich mit den Jahreszeiten.

Wenn's grau ist,
wenn schönes Wetter ist ...

Was sonst hinter Glas gezeigt wird,

darf hier noch bis am 23. Juli
unter freiem Himmel wirken.

Bis dahin ist der Park
rund ums Hotel Baur au Lac

nicht nur Garten -
sondern auch Galerie.

Das Ganze ist öffentlich zugänglich.

Für die sog. Volta hingegen
braucht man ein Ticket.

Zumindest, wenn man nicht
Basler Bürger/-in ist.

Seit 20 Jahren findet diese Kunst-
messe parallel zur Art Basel statt.

Dieses Jahr
fokussiert sich dort alles

auf Kunst
aus dem Nahen Osten und Nordafrika.

Auch auf Kunst,
die regionale Konflikte beleuchtet.

Deswegen haben es

auch nicht ganz alle Werke
bis in die Schweiz geschafft.

* Spielerische Klänge *

An der Volta
werden Geschichten erzählt.

Geschichten aus aller Welt.

Dieses Jahr
v.a. aus dem Nahen Osten.

Ich bekomme nicht viele Bewerbungen
aus dem Nahen Osten

und ich habe mich gefragt, warum.

Es ist spannend,
neue Positionen zu entdecken.

Das ist Teil meiner Arbeit.

Ich kenne vieles, aber ich habe
eine beschränkte Perspektive:

die des weissen englischen Typen,
der gerade vor Ihnen steht.

Zu bestaunen sind Werke aus Ägypten,

den Emiraten,
Libanon und Saudi-Arabien.

Dort, wo eigentlich iranische Kunst
sein sollte, klafft eine Lücke.

Die Galeristen durften Iran

aufgrund der aktuellen
politischen Lage nicht verlassen.

Deshalb kann das riesige Gemälde
des Künstlers nicht gezeigt werden -

ein grossartiges Werk,
es ist traurig!

Aber die Galerie
hat trotzdem eine Lösung gefunden,

sich zu präsentieren.
Und wir lassen ihnen den Raum.

Das zeugt
vom Gemeinschaftsgedanken der Volta:

Jeder schaut zum anderen.
Das macht Mut.

Wurzeln im Iran hat auch sie:
Bibi Zavieh.

Heute
lebt die Kunstsammlerin in New York.

Trotz der angespannten
politischen Lage im Nahen Osten

entwickelt sich der dortige
Kunstmarkt in ihren Augen positiv.

Ich befasse mich jetzt
seit fast 20 Jahren

mit der Kunst aus diesem Kulturraum.

Als ich anfing,

waren die dortigen Kunstschaffenden
ziemlich abgeschottet.

Ein Künstler aus Beirut

wurde z.B. nur
von libanesischen Sammlern gekauft.

Mittlerweile gibt es
viel mehr internationalen Austausch.

Ein Glück auch für Georges Yammine.

So kann der libanesische Künstler

seine Geschichte
in die Welt hinaustragen.

Als Libanese ist man immer

in irgendeiner Form des Krieges
aufgewachsen.

Als ich Kind war,
habe ich - nicht mit diesen -

aber mit ähnlichen
oder anderen Geschossen gespielt,

ohne zu wissen,
was sie für eine Bedeutung haben.

35 Jahre später
hatte das alles eine neue Bedeutung

und ich wollte den Dingen
eine andere Ästhetik geben.

Denn die Wunde
wird immer da bleiben,

aber hoffentlich
tut sie irgendwann nicht mehr weh.

Auch Ines Hüvel sammelt Kunst.
Dekorative - und politische.

Ich habe z.B. ein Bild,

das einen nordkoreanischen
Kindersoldaten zeigt.

Es hängt bei mir sehr prominent
und bekommt auch grossen Zuspruch.

Es ist auch von der Gestaltung her
nicht zu aggressiv,

aber es erinnert mich täglich
an die Situationen,

die wir mit gespaltenen Staaten
und Kriegssituationen haben.

Politische Kunst
wie diese Skulpturen,

aus dem Stahl alter Waffen gegossen,
ist für sie ein Mehrwert.

Man wird auch angeregt, seine eigene
Realität mehr zu hinterfragen,

gerade wenn die andere Sicht
der Dinge so direkt verfügbar ist.

Und ja,
ich finde, es ist eine gute Idee,

dass Kunst in dieser Form
international verbindet

und neue Erkenntnisse liefert.

Volta. Eine Messe,
die die Vielfalt der Welt zeigt -

in guten wie in schlechten Zeiten.

Sie teilen die Liebe zur Bühne.

Die Kabarettistin Jovana Nikic ...

... und die Slam-Poetin
Moet Liechti.

Aber auch neben der Bühne
verbindet die beiden einiges.

Aber auch neben der Bühne
verbindet die beiden einiges.

Sie sind nämlich beste Freundinnen.
Ob das auch 100 % Harmonie bedeutet?

Das finden wir jetzt raus
im "Ich oder Du".

Jovana Nikic und Moet Liechti, herz-
lich willkommen bei "Ich oder Du".

Hallo zusammen.

Es geht los:
Wer isst öfter auswärts?

Beide nennen sich selbst.

Es kommt selten vor, dass ich unter
der Woche für mich selbst koche.

Ab und zu mal am Wochenende,
wenn ich Leute eingeladen habe.

Wir gehen auch oft zusammen essen.
Das muss man schon auch sagen.

Ja, das sollten wir
vielleicht etwas reduzieren.

Wer sehnt sich mehr
nach Rampenlicht?

Jovana Nikic.

Ich glaube, das ist einfach
so ein ... Ich weiss auch nicht.

Du geniesst es.
- Ich geniesse es einfach.

Voll und ganz.
- Man kann es nicht anders sagen.

Du warst schon immer
ein Bühnenkind.

Wer verbrennt mehr Kalorien am Tag?

Moet Liechti.

Ja, als Primarlehrerin bin ich
doch immer ein bisschen auf Zack,

um die Kinder einzufangen.

Ich würde auch sagen.

Der Stressabbau ist bei dir
schon sehr kalorienverbrennend.

Wer würde nach einem Lottogewinn
schneller wieder verarmen?

Beide nennen sich selbst.

Ich habe das Gefühl,
zusammen ginge das ziemlich schnell.

Gewinne ich,
würden wir zusammen reisen gehen.

Und wenn du gewinnst, dann würden
wir zusammen essen und reisen.

Aber ich gebe ja jetzt schon mein
Geld für dich aus als Studentin.

Stimmt. - Von daher
habe ich nur eine halbe Million.

Stimmt.

Wer hat eher
den Hang zur Hypochondrie?

Moet Liechti.

Eindeutig.
- Definitiv.

Laut Google bin ich dieses Jahr
schon 20-mal gestorben.

Mindestens! Mindestens.

Wer würde sich besser
als Bundesrätin eignen?

Beide nennen sich selbst.
Zwei Polittalente?

Jovana, dich als Bundesrätin
würde ich schon gerne erleben.

Ich habe das Gefühl,
ich würde das ziemlich gut machen.

Und das mit dem Verschlafen und so?

Das ist dann eine andere Thematik,
ich würde dann schauen,

dass wir alle Sitzungen
erst spätnachmittags haben.

Sehr schlau.
Wer kann besser zuhören?

Beide nennen sich selbst.

Wobei,
es kommt auf die Tagesform an,

wie viel ich am Tag
schon hören musste:

"Frau Liechti,
ich kriege meine Jacke nicht zu!"

Dann kann ich abends
jeweils nichts mehr hören.

Ich glaube, wir hören uns
gegenseitig beide sehr gut zu. - Ja.

Wer trinkt mehr Alkohol?

Jovana Nikic.
- Ja, ich mag halt Aperol Spritz.

Ab und zu ist das doch auch gut,
jetzt in den warmen Tagen.

Ja, da kann ich
wirklich nicht mithalten.

Du trinkst mich unter den Tisch.

Gut, das ist auch nicht so schwer.

Wen kümmert es weniger,
was andere über sie denken?

Moet Liechti.

Ich glaube, du magst einfach,
ich weiss auch nicht,

du kannst einfach megagut
damit umgehen

und so ein bisschen für dich sein
und den Fokus auf dich setzen.

Und ich verliere mich da
recht schnell.

Das ist in meinem Job als Lehrerin
eine Überlebensstrategie.

Wer wäre offener
für eine polygame Beziehung?

Jovana Nikic.

Ja, ich glaube,
ich bin ein recht offener Mensch.

Also ich sage nicht,
dass ich es gerade suche,

aber man kann sich ja melden.

Ich sage dazu nichts.

Wir lassen das so stehen
Wer hat eher einen grünen Daumen?

Beide nennen die andere.
- Bei mir stirbt jede Pflanze.

Ich weiss noch, als wir den Basili-
kum deiner Eltern ersetzt haben.

5 Min.,
bevor sie nach Hause gekommen sind.

Weil sie in den Ferien waren, und er
ist einfach wirklich so gestorben.

Der ganze Basilikumstrauch.
Also haben wir ihn ersetzt.

Und letzte Frage:
Wer kennt die Schweiz besser?

Beide nennen sich selbst.

Also nicht
auf die Geografie bezogen.

Wirklich, frag mich nicht,

welcher Berg und welcher See
an welchem Ort ist.

Warst du schon mal Hornussen
schauen, Moet? - Okay, fair.

Sie haben
von insgesamt 20 gestellten Fragen

in zwölf übereingestimmt,
das sind 60 % Harmonie.

Wow.
- Danke und tschüss!

Und mir bleibt nur noch,

Ihnen ein wunderschönes
Sommerwochenende zu wünschen.

Geniessen Sie die Sonne

und wenn Sie doch einmal
kurz in den kühlen Schatten müssen,

schalten Sie am Sonntagabend

doch zum "G&G-Weekend"
mit Michel Birri ein.

Um 18.50 Uhr auf diesen Sender.
Auf Wiedersehen.

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Kira Euler