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      <ttm:title>260623_Streamable_KS_S2026F25_Filiale eines Grossverteilers fälschte Ablaufdatum von Fleisch.ttml</ttm:title>
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    <div>
      <p begin="00:00:00.360" end="00:00:03.000">(Mann) Es hiess,<br />wenn das Fleisch abläuft,</p>
      <p begin="00:00:03.080" end="00:00:06.800">sollen wir das alte Datum abkratzen<br />und ein neues draufkleben.</p>
      <p begin="00:00:10.920" end="00:00:13.680">Wegwerfen will man es ja auch nicht.</p>
      <p begin="00:00:13.760" end="00:00:17.600">Pro Jahr landen mehrere 1'000 t<br />Fleisch in der Biogasanlage.</p>
      <p begin="00:00:17.680" end="00:00:22.680">Was machen gegen den Food Waste?<br />Und woher kommt das viele Fleisch?</p>
      <p begin="00:00:22.800" end="00:00:25.240">Ein Teil von hier:</p>
      <p begin="00:00:25.320" end="00:00:28.760">Es ist nicht nur Schlamm, sondern<br />auch der eigene Mist und Urin,</p>
      <p begin="00:00:28.840" end="00:00:31.520">in dem sie immer stehen<br />auf dieser Fläche.</p>
      <p begin="00:00:32.280" end="00:00:36.440">Darf man Tiere so in der Schweiz<br />nicht halten? - Nein. Nein.</p>
      <p begin="00:00:36.520" end="00:00:41.040">"Kassensturz" deckt auf:<br />Was landet auf unseren Tellern?</p>
      <p begin="00:00:42.040" end="00:00:45.400">In der Kantine von SRF<br />gibt es das gleiche Problem</p>
      <p begin="00:00:45.480" end="00:00:48.200">wie überall in der Gastronomie<br />oder im Detailhandel.</p>
      <p begin="00:00:48.280" end="00:00:51.760">Bei grossen Mengen Fleisch muss man<br />gut planen, sonst läuft es ab.</p>
      <p begin="00:00:52.760" end="00:00:56.360">Solches Fleisch der Kundschaft doch<br />noch unterjubeln, geht nicht.</p>
      <p begin="00:00:56.440" end="00:01:00.400">Das ist aber<br />in einer Filiale von TopCC passiert,</p>
      <p begin="00:01:00.480" end="00:01:02.480">wie unsere Recherchen zeigen.</p>
      <p begin="00:01:02.560" end="00:01:04.560">Ein Insider packt aus.</p>
      <p begin="00:01:07.080" end="00:01:10.760">Wenn Fleisch abläuft und<br />wir das Datum kontrollieren sollten,</p>
      <p begin="00:01:10.840" end="00:01:15.840">hiess es, wir sollten das alte Datum<br />abkratzen und ein neues draufmachen.</p>
      <p begin="00:01:17.680" end="00:01:21.200">Das Verbrauchsdatum auf dieser<br />Verpackung mit frischem Fleisch</p>
      <p begin="00:01:21.280" end="00:01:23.960">wurde verkratzt<br />und einfach überklebt -</p>
      <p begin="00:01:24.800" end="00:01:26.800">mit einem neuen Datum.</p>
      <p begin="00:01:28.960" end="00:01:30.960">Oder dieses neue Ablaufdatum</p>
      <p begin="00:01:31.040" end="00:01:34.600">wurde direkt<br />auf das alte Ablaufdatum aufgeklebt.</p>
      <p begin="00:01:36.280" end="00:01:39.200">(Mann) In meinen Augen<br />ist das Betrug an den Kunden.</p>
      <p begin="00:01:40.200" end="00:01:43.520">Es geht um diese TopCC-Filiale<br />in Muri bei Bern.</p>
      <p begin="00:01:44.080" end="00:01:47.800">"Kassensturz" bekam<br />von einem TopCC-Insider den Hinweis,</p>
      <p begin="00:01:47.880" end="00:01:50.280">dass hier<br />abgelaufenes Fleisch verkauft</p>
      <p begin="00:01:50.360" end="00:01:52.480">und Etiketten manipuliert wurden.</p>
      <p begin="00:01:53.600" end="00:01:56.280">Wir treffen den TopCC-Mitarbeiter<br />zum Interview.</p>
      <p begin="00:01:57.080" end="00:02:00.840">Er kennt die Abläufe in Muri bei Bern<br />und möchte nicht erkannt werden.</p>
      <p begin="00:02:04.360" end="00:02:06.720">Der grösste Fall ist,<br />so viel ich weiss,</p>
      <p begin="00:02:06.800" end="00:02:10.320">ein Gastronom mit einem Umsatz<br />von 100'000 Fr. im Monat.</p>
      <p begin="00:02:10.760" end="00:02:12.840">Er bekam abgelaufene Ware.</p>
      <p begin="00:02:13.320" end="00:02:16.000">D.h., die Kunden<br />wussten davon nichts.</p>
      <p begin="00:02:16.080" end="00:02:19.240">Sie denken,<br />sie hätten sauberes, gutes Fleisch.</p>
      <p begin="00:02:21.080" end="00:02:25.320">Von wem kam die Anweisung,<br />solches Fleisch noch zu verkaufen?</p>
      <p begin="00:02:26.480" end="00:02:29.880">Meistens vom Chefmetzger<br />und seinem Stellvertreter.</p>
      <p begin="00:02:29.960" end="00:02:31.960">"Kassensturz" recherchiert vor Ort.</p>
      <p begin="00:02:32.880" end="00:02:36.200">Moderator André Ruch geht<br />in die Filiale in Muri bei Bern.</p>
      <p begin="00:02:36.560" end="00:02:40.560">Kann er Fleisch kaufen,<br />dessen Etiketten manipuliert wurden?</p>
      <p begin="00:02:40.640" end="00:02:42.720">Findet er abgelaufenes Fleisch?</p>
      <p begin="00:02:43.920" end="00:02:44.920">Tatsächlich.</p>
      <p begin="00:02:45.240" end="00:02:48.440">Hier wurde die Originaletikette<br />des Herstellers überklebt.</p>
      <p begin="00:02:49.240" end="00:02:52.440">Auch bei diesem Fleisch<br />eine überklebte Etikette.</p>
      <p begin="00:02:54.320" end="00:02:57.920">TopCC ist eine der grössten Cash-<br />and-Carry-Abholmärkte der Schweiz</p>
      <p begin="00:02:58.000" end="00:03:01.000">für Gastronomie-,<br />Geschäfts- und Privatkunden.</p>
      <p begin="00:03:01.760" end="00:03:04.680">In der Deutschschweiz<br />gibt es insgesamt elf Standorte.</p>
      <p begin="00:03:06.040" end="00:03:08.600">TopCC gehört zur Spar-Gruppe Schweiz.</p>
      <p begin="00:03:11.880" end="00:03:14.760">Zurück zu unserem Einkauf<br />in der Filiale bei Bern.</p>
      <p begin="00:03:14.880" end="00:03:18.360">Um herauszufinden,<br />wann das Fleisch abgelaufen wäre,</p>
      <p begin="00:03:18.440" end="00:03:21.880">halten wir die Etikette<br />unter warmes Wasser. Gut zu sehen:</p>
      <p begin="00:03:21.960" end="00:03:25.640">Dieses Fleisch kann angeblich<br />bis am 2. Mai konsumiert werden.</p>
      <p begin="00:03:25.720" end="00:03:27.960">Doch trifft das zu?</p>
      <p begin="00:03:28.040" end="00:03:30.720">Nein. Das alte Datum zeigt:</p>
      <p begin="00:03:30.800" end="00:03:35.000">Das Fleisch hätte nach dem 24. April<br />nicht mehr verkauft werden dürfen.</p>
      <p begin="00:03:35.080" end="00:03:38.280">Das Verbrauchsdatum wurde<br />um über eine Woche verlängert.</p>
      <p begin="00:03:39.480" end="00:03:42.160">Auch bei diesem Stück Frischfleisch<br />zeigt sich,</p>
      <p begin="00:03:42.240" end="00:03:45.240">die ursprüngliche Etikette<br />wurde überklebt.</p>
      <p begin="00:03:45.320" end="00:03:48.680">Das neue Verbrauchsdatum<br />ist der 28. April.</p>
      <p begin="00:03:51.240" end="00:03:55.200">Beim Entfernen der Etikette erscheint<br />das ursprüngliche Verbrauchsdatum.</p>
      <p begin="00:03:55.280" end="00:03:57.680">Dieses wurde<br />jedoch unkenntlich gemacht.</p>
      <p begin="00:03:57.760" end="00:03:59.840">Kratzspuren sind noch zu sehen.</p>
      <p begin="00:04:01.280" end="00:04:04.640">Auch tiefgekühlte Ware wie Poulet<br />wurde manipuliert.</p>
      <p begin="00:04:04.720" end="00:04:07.440">Beim Ablösen der neuen Etikette<br />zeigt sich,</p>
      <p begin="00:04:07.520" end="00:04:11.000">das Verbrauchsdatum des<br />Fleischherstellers wurde verkratzt</p>
      <p begin="00:04:11.080" end="00:04:13.240">und mit einem neuen Datum überklebt.</p>
      <p begin="00:04:17.920" end="00:04:20.320">"Kassensturz"<br />wurde dieses Bild zugespielt,</p>
      <p begin="00:04:20.400" end="00:04:22.480">das ein anderes Vorgehen zeigt.</p>
      <p begin="00:04:22.560" end="00:04:26.280">Weil das Verbrauchsdatum<br />dieser Schinken am 11. Mai ablief</p>
      <p begin="00:04:26.360" end="00:04:31.200">und er nicht verkauft wurde,<br />wurde er ausgepackt und neu verpackt.</p>
      <p begin="00:04:31.280" end="00:04:33.400">Das Verbrauchsdatum des Fleischs</p>
      <p begin="00:04:33.480" end="00:04:35.760">wurde dann<br />um knapp eine Woche verlängert.</p>
      <p begin="00:04:35.840" end="00:04:38.720">Ein Verstoss<br />gegen das Lebensmittelgesetz.</p>
      <p begin="00:04:39.680" end="00:04:41.680">Raymond Place ist Professor</p>
      <p begin="00:04:41.760" end="00:04:44.920">für Lebensmittelmikrobiologie<br />und -sicherheit</p>
      <p begin="00:04:45.000" end="00:04:48.600">an der Hochschule für Agrar, Forst-<br />und Lebensmittelwissenschaften</p>
      <p begin="00:04:48.680" end="00:04:50.680">in Zollikofen/BE.</p>
      <p begin="00:04:50.760" end="00:04:54.160">Er erklärt, warum Fleisch<br />nach Ablauf des Verbrauchsdatums</p>
      <p begin="00:04:54.240" end="00:04:56.360">nicht mehr verkauft werden darf.</p>
      <p begin="00:04:58.320" end="00:05:00.320">Es ist deshalb verboten,</p>
      <p begin="00:05:00.400" end="00:05:03.560">weil nach dem Verbrauchsdatum<br />nicht mehr garantiert ist,</p>
      <p begin="00:05:03.640" end="00:05:05.640">dass das Produkt sicher ist.</p>
      <p begin="00:05:05.720" end="00:05:09.040">D.h., die Mikroorganismen wachsen<br />auf dem Frischfleisch weiter.</p>
      <p begin="00:05:09.120" end="00:05:12.880">Nach dem Verbrauchsdatum könnten sie<br />sich potenziell so vermehrt haben,</p>
      <p begin="00:05:12.960" end="00:05:15.120">dass man ernsthaft erkranken könnte,</p>
      <p begin="00:05:15.200" end="00:05:19.680">v.a. Schwangere, immungeschwächte<br />und ältere Personen.</p>
      <p begin="00:05:20.040" end="00:05:22.880">Für ihn ist klar,<br />eine Manipulation von Etiketten</p>
      <p begin="00:05:22.960" end="00:05:27.640">wie das Abkratzen des Verbrauchs-<br />datums ist Täuschung der Kundschaft.</p>
      <p begin="00:05:27.720" end="00:05:32.320">Manipulation von Etiketten<br />empfinde ich als sehr problematisch.</p>
      <p begin="00:05:32.400" end="00:05:35.560">Das Schweizer Lebensmittelgesetz<br />verlangt ganz klar,</p>
      <p begin="00:05:35.640" end="00:05:38.400">dass der Kunde<br />nicht getäuscht werden darf.</p>
      <p begin="00:05:38.480" end="00:05:41.440">Durch das Manipulieren<br />wird der Kunde getäuscht.</p>
      <p begin="00:05:41.520" end="00:05:44.840">Und es hat möglicherweise<br />einen Einfluss auf die Sicherheit</p>
      <p begin="00:05:44.920" end="00:05:47.160">und auch auf die Rückverfolgbarkeit.</p>
      <p begin="00:05:47.640" end="00:05:50.440">Der Kunde muss immer<br />nachvollziehen können,</p>
      <p begin="00:05:50.520" end="00:05:52.960">was mit dem Fleisch passiert ist.</p>
      <p begin="00:05:53.840" end="00:05:56.400">Für den Mitarbeiter<br />gab es eine klare Anweisung,</p>
      <p begin="00:05:56.480" end="00:05:58.480">die Etiketten zu manipulieren.</p>
      <p begin="00:05:58.960" end="00:06:03.320">Haben Sie dem Chef mal gesagt,<br />dass Sie das nicht so machen wollen?</p>
      <p begin="00:06:04.880" end="00:06:09.160">Mehrfach habe ich es dem Chefmetzger<br />gesagt und wurde nur belächelt.</p>
      <p begin="00:06:09.240" end="00:06:13.120">Entweder du machst mit<br />oder stehst als Anti-Teamplayer da.</p>
      <p begin="00:06:13.560" end="00:06:15.560">Wie man es halt so macht.</p>
      <p begin="00:06:15.640" end="00:06:17.680">Alle im Team machen es,<br />nur du nicht.</p>
      <p begin="00:06:17.760" end="00:06:21.040">So würde man herausstechen<br />und fehl am Platz sein.</p>
      <p begin="00:06:23.080" end="00:06:25.600">Der Insider vermutet,<br />der finanzielle Druck</p>
      <p begin="00:06:25.680" end="00:06:28.880">sei einer der Gründe<br />für die Manipulationen gewesen.</p>
      <p begin="00:06:28.960" end="00:06:31.960">Man kämpft<br />mit allen anderen Filialen</p>
      <p begin="00:06:32.040" end="00:06:36.240">und ist dauernd im Konkurrenzkampf:<br />Wer hat welche Absatzzahlen?</p>
      <p begin="00:06:37.600" end="00:06:41.280">TopCC schreibt,<br />es bestehe kein finanzieller Druck,</p>
      <p begin="00:06:41.360" end="00:06:43.680">der Regelverstösse<br />rechtfertigen würde.</p>
      <p begin="00:06:44.480" end="00:06:47.640">Der Insider wandte sich<br />schliesslich an die Firmenführung.</p>
      <p begin="00:06:48.880" end="00:06:50.880">Diese veranlasste eine Kontrolle,</p>
      <p begin="00:06:50.960" end="00:06:53.640">in deren Rahmen<br />Verstösse festgestellt wurden.</p>
      <p begin="00:06:54.160" end="00:06:56.160">Das bestätigt der Insider.</p>
      <p begin="00:06:57.480" end="00:07:00.240">In der Früh<br />fand diese Kontrolle statt.</p>
      <p begin="00:07:01.400" end="00:07:04.400">Sie haben alles durchwühlt<br />und Verstösse festgestellt.</p>
      <p begin="00:07:06.360" end="00:07:09.920">Dann hiess es, das Fleisch<br />abzuschreiben und zu vernichten.</p>
      <p begin="00:07:11.200" end="00:07:13.200">Also wergwerfen.</p>
      <p begin="00:07:13.440" end="00:07:15.600">Doch laut dem Insider</p>
      <p begin="00:07:15.680" end="00:07:18.920">wurde sichergestelltes Fleisch<br />trotzdem noch verkauft.</p>
      <p begin="00:07:20.320" end="00:07:22.360">Fleisch, das gesperrt wurde,</p>
      <p begin="00:07:22.440" end="00:07:25.880">hat man mit frischem Fleisch<br />gemischt und weiterverkauft.</p>
      <p begin="00:07:25.960" end="00:07:27.960">Hauptsache, es ist weg.</p>
      <p begin="00:07:28.040" end="00:07:30.720">Obwohl man es hätte entsorgen sollte?<br />- Ja.</p>
      <p begin="00:07:31.320" end="00:07:33.440">"Kassensturz" wollte es genau wissen</p>
      <p begin="00:07:33.520" end="00:07:36.440">und ging nach der Kontrolle<br />nochmals in die Filiale.</p>
      <p begin="00:07:37.400" end="00:07:41.200">Beim tiefgekühlten Fleisch<br />wurden wir tatsächlich wieder fündig.</p>
      <p begin="00:07:41.280" end="00:07:43.840">Datumsangaben wurden überklebt -</p>
      <p begin="00:07:46.120" end="00:07:50.000">oder verkratzt und damit die<br />Kundschaft hinters Licht geführt.</p>
      <p begin="00:07:51.520" end="00:07:53.920">Fleischskandale<br />gab es in den letzten Jahren</p>
      <p begin="00:07:54.000" end="00:07:56.000">mehrfach in verschiedenen Branchen.</p>
      <p begin="00:07:56.360" end="00:07:58.960">Abgelaufenes Fleisch<br />wurde neu etikettiert.</p>
      <p begin="00:07:59.040" end="00:08:01.520">Abgelaufenes Fleisch<br />wurde noch verkauft.</p>
      <p begin="00:08:02.200" end="00:08:05.360">Es ging auch um verdorbene<br />Lebensmittel in einer Metzgerei.</p>
      <p begin="00:08:05.840" end="00:08:09.240">In mehreren Fällen wurden<br />die Verantwortlichen verurteilt.</p>
      <p begin="00:08:10.360" end="00:08:12.360">Zurück zu TopCC.</p>
      <p begin="00:08:12.760" end="00:08:16.520">Der verantwortliche Chefmetzger<br />äussert sich zu den Vorwürfen nicht.</p>
      <p begin="00:08:17.160" end="00:08:21.200">Und was sagt TopCC zu den Missständen<br />in ihrer Filiale bei Bern?</p>
      <p begin="00:08:21.880" end="00:08:24.800">Vor der Kamera will die Firma<br />keine Stellung nehmen.</p>
      <p begin="00:08:24.880" end="00:08:26.880">TopCC Schweiz schreibt:</p>
      <p begin="00:08:45.480" end="00:08:48.760">Offenbar wurde der Chefmetzger<br />der Filiale entlassen.</p>
      <p begin="00:08:49.400" end="00:08:51.400">Seine Stelle ist jetzt vakant.</p>
      <p begin="00:09:05.480" end="00:09:07.480">Die Fleischhersteller betonen,</p>
      <p begin="00:09:07.560" end="00:09:12.240">dass ihr Fleisch in einwandfreiem<br />Zustand an TopCC geliefert wurde.</p>
      <p begin="00:09:12.320" end="00:09:16.440">Man habe stets gute Erfahrungen<br />mit TopCC als Kundin gemacht.</p>
      <p begin="00:09:18.040" end="00:09:20.400">Und die kantonale Aufsichtsbehörde?</p>
      <p begin="00:09:21.320" end="00:09:25.000">"Kassensturz" weiss, Aufgrund der<br />Recherchen führte sie eine Kontrolle</p>
      <p begin="00:09:25.080" end="00:09:28.480">in der TopCC-Filiale<br />in Muri bei Bern durch.</p>
      <p begin="00:09:28.960" end="00:09:31.680">Stellung nehmen<br />will das kantonale Laboratorium</p>
      <p begin="00:09:31.760" end="00:09:33.960">mit Verweis<br />auf die Schweigepflicht nicht.</p>
      <p begin="00:09:34.760" end="00:09:37.640">TopCC hält fest,<br />dass die Missstände sofort behoben</p>
      <p begin="00:09:37.720" end="00:09:40.320">und betroffene Artikel<br />entsorgt wurden.</p>
      <p begin="00:09:40.640" end="00:09:43.560">Und der TopCC-Insider?<br />Dieser wurde entlassen,</p>
      <p begin="00:09:43.640" end="00:09:46.080">weil er die Voraussetzungen<br />für Whistleblowing</p>
      <p begin="00:09:46.160" end="00:09:48.200">nicht eingehalten habe.</p>
      <p begin="00:09:48.280" end="00:09:50.920">Er habe die Presse<br />vor dem Arbeitgeber informiert.</p>
      <p begin="00:09:51.000" end="00:09:53.840">Zudem habe er die Aufarbeitung<br />des Vorfalls verzögert,</p>
      <p begin="00:09:53.920" end="00:09:56.440">was er bestreitet.</p>
      <p begin="00:09:56.520" end="00:09:59.240">Ich finde es wichtig,<br />dass die Menschen erfahren,</p>
      <p begin="00:09:59.320" end="00:10:02.280">wenn etwas schiefläuft<br />und sie getäuscht werden.</p>
      <p begin="00:10:04.960" end="00:10:07.600">Detailhändler<br />hätten eine Alternative.</p>
      <p begin="00:10:07.680" end="00:10:11.480">Sie können das Fleisch nämlich<br />kurz bevor es abläuft einfrieren</p>
      <p begin="00:10:11.560" end="00:10:15.200">und dann an eine<br />gemeinnützige Organisation abgeben</p>
      <p begin="00:10:15.280" end="00:10:18.560">wie z.B. Denner an die Caritas.</p>
      <p begin="00:10:19.080" end="00:10:23.440">So können sich auch Armutsbetroffene<br />Fleisch leisten,</p>
      <p begin="00:10:23.520" end="00:10:27.240">sagt uns der Angebotsverantwortliche<br />der Caritas, Tim Murer.</p>
      <p begin="00:10:27.320" end="00:10:30.760">Kann man das noch bedenkenlos essen?</p>
      <p begin="00:10:30.840" end="00:10:32.840">Solange das Fleisch tiefgefroren ist</p>
      <p begin="00:10:32.920" end="00:10:35.040">und in dem Prozess<br />nie aufgetaut wird,</p>
      <p begin="00:10:35.120" end="00:10:38.400">kann man es noch 90 Tage einwandfrei<br />weiter konsumieren.</p>
      <p begin="00:10:38.480" end="00:10:42.480">Wir verkaufen es bei uns<br />um 66 % reduziert.</p>
      <p begin="00:10:42.560" end="00:10:44.920">Wir sehen,<br />dass das für Armutsbetroffene</p>
      <p begin="00:10:45.000" end="00:10:47.200">ein sehr wichtiges Sortiment ist.</p>
      <p begin="00:10:47.280" end="00:10:51.880">Die Aufgabe des Caritas-Marktes ist,<br />ein volles Sortiment anzubieten,</p>
      <p begin="00:10:51.960" end="00:10:55.080">um eine ausgewogene Ernährung<br />anbieten zu können.</p>
      <p begin="00:10:55.160" end="00:10:57.600">In diesem Sinne<br />ist Fleisch extrem wichtig.</p>
      <p begin="00:10:57.680" end="00:11:00.320">Wir haben in den 90 Tagen,<br />in denen wir das Fleisch</p>
      <p begin="00:11:00.400" end="00:11:03.440">noch verkaufen dürfen,<br />noch nie Fleisch entsorgt.</p>
      <p begin="00:11:03.520" end="00:11:06.240">Normalerweise ist es<br />innerhalb einer Woche verkauft.</p>
      <p begin="00:11:06.320" end="00:11:09.080">Eine gute Lösung<br />findet auch Claudio Beretta.</p>
      <p begin="00:11:09.160" end="00:11:11.160">Sein Fachgebiet ist Food Waste</p>
      <p begin="00:11:11.240" end="00:11:14.520">und wie man Lebensmittelverschwendung<br />reduzieren kann.</p>
      <p begin="00:11:14.600" end="00:11:18.600">Einfrieren, dann weitergeben<br />an eine gemeinnützige Organisation</p>
      <p begin="00:11:18.680" end="00:11:20.880">oder selbst weiterverkaufen.</p>
      <p begin="00:11:20.960" end="00:11:25.040">Das ist etwas, was der Detailhandel<br />schon macht. Würde noch mehr gehen?</p>
      <p begin="00:11:25.120" end="00:11:27.720">Das könnte der Detailhandel<br />in der ganzen Schweiz</p>
      <p begin="00:11:27.800" end="00:11:30.440">in allen Läden und Filialen<br />noch mehr ausrollen.</p>
      <p begin="00:11:30.520" end="00:11:33.400">Und auf alle Fleischprodukte<br />ausweiten.</p>
      <p begin="00:11:33.480" end="00:11:35.480">Den grössten Hebel sehe ich</p>
      <p begin="00:11:35.560" end="00:11:38.520">bei Produkten<br />mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum:</p>
      <p begin="00:11:38.600" end="00:11:41.200">Produkte, die das Datum erreichen,</p>
      <p begin="00:11:41.280" end="00:11:44.200">zu einem reduzierten Preis<br />weiterzuverkaufen -</p>
      <p begin="00:11:44.280" end="00:11:46.560">entsprechend<br />mit Datum gekennzeichnet.</p>
      <p begin="00:11:47.160" end="00:11:50.600">Das machen schon Tausende Läden<br />in der Schweiz.</p>
      <p begin="00:11:51.000" end="00:11:53.520">Damit es aber wirklich<br />ein Game Changer wird,</p>
      <p begin="00:11:53.600" end="00:11:56.840">muss es der grosse Detailhandel<br />umsetzen.</p>
      <p begin="00:11:56.920" end="00:11:59.000">Der Bund hat sich klar<br />das Ziel gesetzt,</p>
      <p begin="00:11:59.080" end="00:12:01.240">bis 2030 den Food Waste zu halbieren.</p>
      <p begin="00:12:01.320" end="00:12:05.600">Sie überwachen das wissenschaftlich.<br />Sind wir auf Kurs?</p>
      <p begin="00:12:05.680" end="00:12:08.640">Nein, grundsätzlich<br />sind wir nicht auf Zielkurs.</p>
      <p begin="00:12:08.720" end="00:12:11.720">Wir haben eine Reduktion<br />von ca. 5 % erreicht.</p>
      <p begin="00:12:11.800" end="00:12:14.880">Das ist etwa zehnmal weniger<br />als das Halbierungsziel,</p>
      <p begin="00:12:14.960" end="00:12:17.560">das wir bis 2030 anstreben.</p>
      <p begin="00:12:18.080" end="00:12:22.200">Kann man sagen, woran es liegt,<br />dass hier nicht mehr passiert?</p>
      <p begin="00:12:22.280" end="00:12:27.280">Ich bin enttäuscht, dass der Bund<br />diese Bewegung nicht mehr fördert.</p>
      <p begin="00:12:28.400" end="00:12:31.280">Im Moment<br />nehmen die Förderungen eher ab.</p>
      <p begin="00:12:31.360" end="00:12:33.520">Es bleibt alles<br />auf der freiwilligen Ebene.</p>
      <p begin="00:12:33.600" end="00:12:35.080">Da wäre sicher noch mehr möglich.</p>
      <p begin="00:12:35.440" end="00:12:38.320">Worauf achten die Leute<br />beim Einkaufen von Fleisch?</p>
      <p begin="00:12:38.880" end="00:12:43.880">Pouletfleisch aus der Schweiz.<br />Ich schaue immer, wo es herkommt.</p>
      <p begin="00:12:44.240" end="00:12:47.960">Ich verzichte lieber auf Fleisch,<br />wenn es nicht aus der Schweiz ist.</p>
      <p begin="00:12:48.040" end="00:12:51.200">Möglichst gute Qualität.<br />- Was heisst das?</p>
      <p begin="00:12:52.080" end="00:12:55.200">Bio oder Demeter, wenn möglich.<br />Aber es ist halt teuer.</p>
      <p begin="00:12:55.280" end="00:12:59.280">Ich komme aus einem Land,<br />wo ich weiss, wie das sein könnte.</p>
      <p begin="00:12:59.360" end="00:13:01.360">Wo genau?<br />- Mexiko.</p>
      <p begin="00:13:01.440" end="00:13:06.440">Ich habe eine Ahnung,<br />worauf man achten muss.</p>
      <p begin="00:13:09.200" end="00:13:11.320">* Friedliche Musik, Kuhglocken *</p>
      <p begin="00:13:14.600" end="00:13:16.600">Hallo zusammen.</p>
      <p begin="00:13:17.720" end="00:13:21.760">So stellt man sich das vor:<br />glückliche Rinder auf der Weide.</p>
      <p begin="00:13:21.840" end="00:13:25.600">Nach einem langen, zufriedenen<br />Leben landen sie auf dem Teller.</p>
      <p begin="00:13:25.680" end="00:13:28.440">Aber das ist eher die Ausnahme.</p>
      <p begin="00:13:28.520" end="00:13:31.160">Bei importiertem Fleisch<br />weiss man gar nicht,</p>
      <p begin="00:13:31.240" end="00:13:33.440">wie es genau produziert wurde.</p>
      <p begin="00:13:33.520" end="00:13:37.840">Z.B. sog. Edelstücke aus Uruguay.</p>
      <p begin="00:13:43.040" end="00:13:46.320">Im Schlammgemisch<br />aus Erde und Fäkalien.</p>
      <p begin="00:13:49.200" end="00:13:51.200">Mit verschmutztem Wasser.</p>
      <p begin="00:13:52.760" end="00:13:54.760">Schwer atmend in der Hitze.</p>
      <p begin="00:13:59.360" end="00:14:02.960">Diese Mastrinder leben<br />in sog. Feedlots in Südamerika.</p>
      <p begin="00:14:03.360" end="00:14:06.800">Meist die letzten 100<br />oder 200 Tage ihres Lebens.</p>
      <p begin="00:14:09.520" end="00:14:12.320">Statt auf einer Weide<br />stehen sie auf der Erde.</p>
      <p begin="00:14:13.600" end="00:14:17.360">Die Zustände in südamerikanischen<br />Feedlots hat Sabrina Gurtner</p>
      <p begin="00:14:17.440" end="00:14:22.040">vom Tierschutzbund Zürich in diesem<br />und im letzten Jahr dokumentiert.</p>
      <p begin="00:14:22.120" end="00:14:27.080">Die Tiere haben kein Raufutter, d.h.<br />kein Gras oder Heu zur Verfügung.</p>
      <p begin="00:14:27.160" end="00:14:29.800">Das wäre sehr wichtig<br />für Wiederkäuer</p>
      <p begin="00:14:29.880" end="00:14:33.160">für die arttypische Beschäftigung.</p>
      <p begin="00:14:33.240" end="00:14:37.160">Üblicherweise ist das Ziel,<br />dass sie pro Tag 1,5 kg zunehmen.</p>
      <p begin="00:14:37.520" end="00:14:40.320">Eine so hohe Gewichtszunahme<br />wäre auf der Weide,</p>
      <p begin="00:14:40.400" end="00:14:44.080">wo die Tiere Gras fressen und sich<br />viel bewegen, gar nicht möglich.</p>
      <p begin="00:14:44.160" end="00:14:49.160">Das Ziel: mit Fett marmoriertes<br />Fleisch, das als qualitativ gut gilt.</p>
      <p begin="00:14:53.320" end="00:14:56.000">In Südamerika<br />nimmt die Anzahl Feedlots zu.</p>
      <p begin="00:14:56.080" end="00:15:00.480">In Uruguay stammen mittlerweile<br />17 % aller Mastrinder aus Feedlots,</p>
      <p begin="00:15:00.560" end="00:15:02.800">in Argentinien 35 %.</p>
      <p begin="00:15:05.440" end="00:15:08.160">Gegen Ende der Mast<br />beträgt der Kraftfutteranteil</p>
      <p begin="00:15:08.240" end="00:15:11.840">in südamerikanischen Feedlots<br />wegen internationaler Vorgaben</p>
      <p begin="00:15:11.920" end="00:15:14.800">in der Regel 70 % oder mehr.</p>
      <p begin="00:15:14.880" end="00:15:18.760">Ist eine Fütterung mit so viel Kraft<br />und so wenig Raufutter tiergerecht?</p>
      <p begin="00:15:19.640" end="00:15:22.240">"Kassensturz" trifft<br />die Veterinärin und Leiterin</p>
      <p begin="00:15:22.320" end="00:15:24.960">des Rindergesundheitsdienstes Schweiz</p>
      <p begin="00:15:25.040" end="00:15:27.520">in einer konventionellen Schweizer<br />Rindermast</p>
      <p begin="00:15:27.600" end="00:15:29.960">und zeigt ihr<br />die Aufnahmen aus Südamerika.</p>
      <p begin="00:15:30.040" end="00:15:33.640">Judith Peter-Egli beurteilt<br />die Fütterung mit so wenig Raufutter</p>
      <p begin="00:15:33.720" end="00:15:35.880">als problematisch für Wiederkäuer.</p>
      <p begin="00:15:35.960" end="00:15:38.440">Sie haben verschiedene Mägen.</p>
      <p begin="00:15:38.520" end="00:15:41.440">Der erste ist der Pansen,<br />ein sehr grosser Magen.</p>
      <p begin="00:15:42.760" end="00:15:44.760">Die Wiederkäuertätigkeit heisst,</p>
      <p begin="00:15:44.840" end="00:15:48.320">sie fressen zuerst, und es kommt<br />ein Bissen zurück ins Maul,</p>
      <p begin="00:15:48.400" end="00:15:50.760">der nochmals<br />kleiner gemahlen werden.</p>
      <p begin="00:15:50.840" end="00:15:54.360">D.h., sie brauchen Futter,<br />das Fasern drin hat.</p>
      <p begin="00:15:54.440" end="00:15:58.880">Man kann ein Tier langsam an<br />einen tiefen Faseranteil gewöhnen,</p>
      <p begin="00:15:58.960" end="00:16:00.960">aber es gibt eine Grenze.</p>
      <p begin="00:16:01.040" end="00:16:04.040">Sie ist mit 70 %<br />wirklich überschritten.</p>
      <p begin="00:16:04.120" end="00:16:06.120">Wenn der Pansen übersäuert,</p>
      <p begin="00:16:06.200" end="00:16:09.840">können Entzündungserscheinungen<br />im Pansen entstehen,</p>
      <p begin="00:16:09.920" end="00:16:12.320">die Pansenschleimhaut<br />wird verändert,</p>
      <p begin="00:16:12.400" end="00:16:15.200">es kann Abszesse geben,<br />die in den Körper streuen.</p>
      <p begin="00:16:15.640" end="00:16:18.280">Ein so hoher Kraftfutteranteil<br />ist in der Schweiz</p>
      <p begin="00:16:18.360" end="00:16:21.520">selbst in der konventionellen<br />Rinderhaltung nicht üblich.</p>
      <p begin="00:16:23.040" end="00:16:26.400">Reto Küng produziert Rindfleisch<br />nach gesetzlichen Standards</p>
      <p begin="00:16:26.480" end="00:16:28.800">und füttert mehrheitlich Raufutter.</p>
      <p begin="00:16:30.520" end="00:16:35.080">Wir haben hier eine<br />raufutterbasierte Fütterung,</p>
      <p begin="00:16:35.160" end="00:16:40.160">die zu 75 % aus Raufutter besteht,<br />vom eigenen Betrieb hergestellt -</p>
      <p begin="00:16:41.680" end="00:16:43.680">aus Mais- und Grassilage.</p>
      <p begin="00:16:44.480" end="00:16:48.040">Der kleine Teil<br />ist Ergänzungsfutter.</p>
      <p begin="00:16:48.600" end="00:16:50.600">Damit ist Kraftfutter gemeint,</p>
      <p begin="00:16:50.680" end="00:16:53.920">das automatisiert<br />mehrmals täglich zugefüttert wird.</p>
      <p begin="00:16:55.440" end="00:16:59.040">Mehr Kraftfutter zu füttern<br />war für Sie nie eine Option?</p>
      <p begin="00:16:59.760" end="00:17:03.920">Nein, das ist<br />wirtschaftlich nicht interessant.</p>
      <p begin="00:17:04.560" end="00:17:09.560">Mais- und Grassilage<br />haben wir auf dem Betrieb vorhanden.</p>
      <p begin="00:17:10.640" end="00:17:15.640">Die Verdauung des Rindviehs<br />funktioniert so hervorragend.</p>
      <p begin="00:17:16.600" end="00:17:20.760">Und die Tiergesundheit<br />leidet nicht darunter.</p>
      <p begin="00:17:21.440" end="00:17:25.240">Auch den Fäkalschlamm<br />bei diesen südamerikanischen Rindern</p>
      <p begin="00:17:25.320" end="00:17:28.520">erachtet Veterinärin<br />Judith Peter-Egli als problematisch.</p>
      <p begin="00:17:29.360" end="00:17:33.880">Darf man Tiere so in der Schweiz<br />nicht halten? - Nein.</p>
      <p begin="00:17:33.960" end="00:17:36.880">Man sieht,<br />dass es nicht nur Schlamm ist,</p>
      <p begin="00:17:36.960" end="00:17:40.680">sondern auch der eigene Mist<br />und Urin, in dem sie stehen -</p>
      <p begin="00:17:40.760" end="00:17:42.760">immer auf derselben Fläche.</p>
      <p begin="00:17:42.840" end="00:17:46.200">Sie können nicht richtig gehen,<br />sie stehen immer im Feuchten -</p>
      <p begin="00:17:46.280" end="00:17:48.480">ein Problem<br />für die Klauengesundheit.</p>
      <p begin="00:17:49.240" end="00:17:52.160">"Kassensturz" fragt bei<br />grossen Detailhändlern nach,</p>
      <p begin="00:17:52.240" end="00:17:55.440">ob sie Fleisch aus<br />südamerikanischen Feedlots beziehen.</p>
      <p begin="00:17:55.520" end="00:17:59.360">Denner, Manor und Lidl haben<br />auch Feedlot-Fleisch aus Uruguay</p>
      <p begin="00:17:59.440" end="00:18:03.560">oder Argentinien im Angebot,<br />wenn auch nur in sehr kleinen Mengen.</p>
      <p begin="00:18:06.160" end="00:18:10.080">Kein Feedlot-Fleisch verkaufen<br />derzeit gemäss eigenen Angaben Aldi,</p>
      <p begin="00:18:10.160" end="00:18:12.160">Coop, Volg und Spar.</p>
      <p begin="00:18:14.920" end="00:18:17.840">Keine Antwort<br />erhält "Kassensturz" von Globus.</p>
      <p begin="00:18:19.360" end="00:18:24.280">Aufnahmen aus diversen Feedlots aus<br />Uruguay und Argentinien zeigen auch</p>
      <p begin="00:18:24.360" end="00:18:28.280">einzelne Verletzte, kranke<br />oder tote Tiere inmitten der Herde.</p>
      <p begin="00:18:32.000" end="00:18:35.120">Alle 16 vom Tierschutzbund Zürich<br />dokumentierten Feedlots</p>
      <p begin="00:18:35.200" end="00:18:37.840">in Uruguay und Argentinien</p>
      <p begin="00:18:37.920" end="00:18:41.960">sind für den Export in die EU und<br />somit auch in die Schweiz zugelassen.</p>
      <p begin="00:18:42.040" end="00:18:47.000">Die dokumentierten Zustände sind<br />keine Einzelfälle oder Ausnahmen,</p>
      <p begin="00:18:47.080" end="00:18:49.960">weil wir die Feedlots<br />rein zufällig ausgewählt</p>
      <p begin="00:18:50.040" end="00:18:53.720">und bei jedem einzelnen gravierende<br />Missstände festgestellt haben.</p>
      <p begin="00:18:53.800" end="00:18:55.920">Deshalb kann man davon ausgehen,</p>
      <p begin="00:18:56.000" end="00:18:59.280">dass es sich<br />um systematische Missstände handelt.</p>
      <p begin="00:19:00.680" end="00:19:05.480">Diverse Bilder zeigen, Witterungs-<br />schutz gibt es in mehreren Feedlots</p>
      <p begin="00:19:05.560" end="00:19:07.960">trotz hohen Temperaturen im Sommer<br />keinen,</p>
      <p begin="00:19:08.040" end="00:19:10.680">oder er ist nur teilweise vorhanden.</p>
      <p begin="00:19:13.440" end="00:19:17.000">Dazu kommen halbleere oder<br />stark verschmutzte Wassertröge.</p>
      <p begin="00:19:18.200" end="00:19:20.200">Ein Tierschutzproblem.</p>
      <p begin="00:19:21.600" end="00:19:24.600">Mit Hitze haben sie<br />viel früher Mühe als wir.</p>
      <p begin="00:19:24.680" end="00:19:28.800">Man kann sagen, dass schon bei unter<br />20 °C Hitzestress auftreten kann.</p>
      <p begin="00:19:28.880" end="00:19:33.880">D.h., dass sie ohne Witterungsschutz<br />sicher in den Hitzestress kommen.</p>
      <p begin="00:19:34.800" end="00:19:37.000">Wahrscheinlich sogar<br />mit Witterungsschutz,</p>
      <p begin="00:19:37.080" end="00:19:39.400">da die Luft sicher<br />20 °C oder mehr hat.</p>
      <p begin="00:19:42.000" end="00:19:47.000">Auffallend: Rinder,<br />die schnell atmen und viel speicheln.</p>
      <p begin="00:19:50.120" end="00:19:55.120">Es ist heiss. Die Tiere pumpen.<br />Sie können nicht an den Schatten.</p>
      <p begin="00:19:55.720" end="00:19:58.720">Dann ist die Wasserversorgung<br />noch viel wichtiger.</p>
      <p begin="00:19:58.800" end="00:20:00.840">Das ist wirklich<br />ein Tierwohlproblem.</p>
      <p begin="00:20:03.120" end="00:20:05.720">Diese Aufnahmen stammen aus Uruguay.</p>
      <p begin="00:20:06.640" end="00:20:08.920">Bei über 30 °C im Sommer.</p>
      <p begin="00:20:11.920" end="00:20:15.000">Woran können Konsumierende erkennen,<br />ob das Importfleisch</p>
      <p begin="00:20:15.080" end="00:20:20.080">aus reiner Weidehaltung oder am Ende<br />der Mast doch aus Feedlots stammt?</p>
      <p begin="00:20:23.880" end="00:20:27.920">Gesetzlich vorgegeben sind nur<br />die Deklaration des Herkunftslandes</p>
      <p begin="00:20:28.000" end="00:20:31.840">und ob die Tiere mit<br />Leistungsförderern behandelt wurden.</p>
      <p begin="00:20:32.600" end="00:20:36.520">Und Weidehaltung preisen<br />Detailhändler teils zusätzlich an.</p>
      <p begin="00:20:38.520" end="00:20:40.520">"Kassensturz" weiss:</p>
      <p begin="00:20:40.600" end="00:20:43.760">Fleisch aus diesem Feedlot<br />Il Tramonto in Uruguay</p>
      <p begin="00:20:43.840" end="00:20:46.080">wird von einem Schlachtbetrieb<br />erarbeitet,</p>
      <p begin="00:20:46.160" end="00:20:48.280">der auch in die Schweiz liefert.</p>
      <p begin="00:20:49.040" end="00:20:51.040">Z.B. zu Denner.</p>
      <p begin="00:20:51.120" end="00:20:53.840">Hinweise liefern<br />diese Produkte von Denner,</p>
      <p begin="00:20:53.920" end="00:20:56.160">die mit "100 % Getreidefütterung"</p>
      <p begin="00:20:56.240" end="00:21:00.240">und dem Schlachtbetrieb "Las Piedras"<br />angeschrieben sind.</p>
      <p begin="00:21:00.960" end="00:21:03.760">Auch die Website<br />von Las Piedras bestätigt,</p>
      <p begin="00:21:03.840" end="00:21:06.240">für eine Produktlinie<br />werden die Rinder</p>
      <p begin="00:21:06.320" end="00:21:10.280">während der letzten 200 Tage<br />mit Getreide gemästet.</p>
      <p begin="00:21:12.880" end="00:21:14.880">Hier im Feedlot Il Tramonto,</p>
      <p begin="00:21:14.960" end="00:21:19.040">das Fleisch über den Schlachthof<br />Las Piedras in die Schweiz liefert,</p>
      <p begin="00:21:19.120" end="00:21:21.320">stehen die Tiere im Fäkalschlamm,</p>
      <p begin="00:21:22.480" end="00:21:25.480">haben wenig<br />oder nur verschmutztes Wasser.</p>
      <p begin="00:21:27.640" end="00:21:31.360">Und der Witterungsschutz, wenn<br />überhaupt vorhanden, ist beschädigt.</p>
      <p begin="00:21:31.760" end="00:21:35.240">Denner schreibt, grundsätzlich<br />akzeptiere man kein Feedlot-Fleisch</p>
      <p begin="00:21:35.320" end="00:21:37.320">und wolle es ausschliessen:</p>
      <p begin="00:21:50.000" end="00:21:52.400">"Kassensturz" weiss,<br />auch andere Detailhändler</p>
      <p begin="00:21:52.480" end="00:21:55.080">beziehen Fleisch<br />vom Schlachtbetrieb Las Piedras.</p>
      <p begin="00:21:55.720" end="00:21:59.320">Lidl schreibt, sie seien mit<br />dem Schweizer Importeur in Kontakt.</p>
      <p begin="00:22:10.400" end="00:22:12.440">Bis zur Aufklärung des Sachverhalts</p>
      <p begin="00:22:12.520" end="00:22:15.600">sistiert Lidl die Bestellung<br />des betroffenen Artikels.</p>
      <p begin="00:22:16.680" end="00:22:19.000">Auch Migros<br />bezieht Fleisch aus Uruguay,</p>
      <p begin="00:22:19.080" end="00:22:21.080">nennt aber keinen Lieferanten.</p>
      <p begin="00:22:21.160" end="00:22:23.800">In der Regel stamme das Fleisch<br />aus Weidehaltung,</p>
      <p begin="00:22:23.880" end="00:22:27.360">nur in wenigen Genossenschaften<br />aus anderen Haltungsarten.</p>
      <p begin="00:22:37.200" end="00:22:39.600">Der Schweizer Importeur<br />A+C Delikatessen,</p>
      <p begin="00:22:39.680" end="00:22:43.440">der mehrere Detailhändler mit<br />Feedlot-Fleisch beliefert, schreibt,</p>
      <p begin="00:22:43.520" end="00:22:47.480">Il Tramonto werde einer unabhängigen<br />Überprüfung unterzogen. Und:</p>
      <p begin="00:23:00.000" end="00:23:02.000">Manor schreibt, sie würden punktuell</p>
      <p begin="00:23:02.080" end="00:23:04.280">Feedlot-Fleisch<br />aus Argentinien beziehen,</p>
      <p begin="00:23:04.360" end="00:23:06.560">aber nur von<br />"uns bekannten Produzenten".</p>
      <p begin="00:23:17.160" end="00:23:20.880">Die Detailhändler betonen,<br />das Tierwohl sei ihnen wichtig</p>
      <p begin="00:23:20.960" end="00:23:24.240">und alle gesetzlichen Vorgaben<br />würden eingehalten.</p>
      <p begin="00:23:27.840" end="00:23:30.240">Im Bundeshaus debattiert<br />das Parlament derzeit</p>
      <p begin="00:23:30.320" end="00:23:32.920">über das Freihandelsabkommen<br />mit Mercosur-Staaten</p>
      <p begin="00:23:33.000" end="00:23:35.000">wie Argentinien oder Uruguay.</p>
      <p begin="00:23:36.440" end="00:23:40.000">Damit könnten künftig<br />zusätzlich zum bisherigen Kontingent</p>
      <p begin="00:23:40.080" end="00:23:43.320">3'000 t Rindfleisch<br />zollfrei importiert werden.</p>
      <p begin="00:23:46.600" end="00:23:48.600">Detaillierte Tierwohlkriterien</p>
      <p begin="00:23:48.680" end="00:23:51.560">sind im Mercosur-Vertrag<br />bis jetzt nicht vorgesehen.</p>
      <p begin="00:23:52.400" end="00:23:55.480">Tierschützer fordern<br />nun verbindliche Standards.</p>
      <p begin="00:23:56.880" end="00:24:00.200">Plus eine Kennzeichnungspflicht<br />für Fleisch aus Südamerika,</p>
      <p begin="00:24:00.280" end="00:24:03.920">das aus Feedlots stammt,<br />damit Konsument/-innen wissen,</p>
      <p begin="00:24:04.000" end="00:24:06.000">was auf ihrem Teller landet.</p>
      <p begin="00:24:08.720" end="00:24:11.160">Freiwillig<br />deklariert der Detailhandel,</p>
      <p begin="00:24:11.240" end="00:24:13.960">also nicht explizit Feedlot-Fleisch.</p>
      <p begin="00:24:14.400" end="00:24:16.400">Eine Pflicht gibt es nicht.</p>
      <p begin="00:24:16.480" end="00:24:18.840">Politische Forderungen<br />nach mehr Transparenz</p>
      <p begin="00:24:18.920" end="00:24:21.160">hat der Bundesrat<br />bisher immer abgelehnt.</p>
    </div>
  </body>
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