.
Gstaad ist bereit und freut sich
auf einen unvergesslichen Abend.
Cool, dass du hier bist.
- Etwas nervös bin ich schon.
Es erwarten Sie
spannende Begegnungen
und Lebensgeschichten,
die das Dorf geprägt haben.
(Durchsage) Bienvenue
a bord du GoldenPass Express.
Steigen Sie ein ...
Aus technischem Grund
müssen wir hier warten.
... oder heben Sie
zusammen mit uns ab.
Wenn wir im Einsatz sind,
haben wir ziemlich viel Stress.
Wir schauen hinter die Kulissen.
Cinquantadue.
Ich sage nichts, schaue aber böse.
Wir erleben Traditionen und gehen an
abgelegenste Orte des Saanenlandes.
Hinterwäldler sind wir schon nicht.
Schau da! Ist das nicht unsere Show?
Nicht schütteln, sondern ...
- Eben: rühren.
Rührende Momente
und faszinierende Menschen.
Das alles und noch viel mehr -
jetzt!
Mit Live-Untertiteln von SWISS TXT
Wir untertiteln in Echtzeit:
Begrüssen Sie Salar Bahrampoori und
Fabienne Gyr.
Guten Abend, Gstaad.
Was für eine Stimmung, schön, dass
Sie hier sind.
Bei diesem winterfest.
Seid ihr bereit?
* Jubel *
ich freue mich.
Wir sind auch bereit mit zwei
Showacts, Gölä und den
Schwiizergoofe.
Und Schöre Müller und dem Jodlerklub
Lauenen.
Wir haben heute viel los.
Aber Fabian ist heute nicht alleine,
sondern zu zweit.
Man sagt, ich habe zwei Gehirne,
aber das ist nicht so.
Wie ist es, angehende Mutter zu
sein?
Gut.
Um mit dir und Fabian habe ich
Übung, wie zwei kleine Jungs.
Hier ist unser Koch, Fabian Zbinden.
Guten Abend, hallo.
Natürlich bin ich gespannt, was
Fabian sich ausgesucht hat ein
Spezialitäten von hier.
Ich habe Hunger.
Jetzt für zwei.
Ich hoffe, dass auch Sie zu Hause
gespannt sind, was uns erwartet.
Jeder hat eine gewisse Vorstellung
von den Schönen und Reichen,
die hier Ferien machen.
Das stimmt ein wenig.
Aber heute Abend werden wir Ihnen
noch ein anderes Gstaad zeigen.
Es liegt fast zuhinterst im Tal,
auf 1'050 m ü.M.,
das Bergdorf Gstaad.
Nur knapp 2'000 Einwohner
leben hier,
aber die ganze Welt
macht hier Ferien.
Die Häuser hier
sind alle im Chalet-Stil,
was Gstaad so einzigartig macht.
Das Dorfzentrum lädt ein
zum Flanieren,
Einkaufen oder Einkehren.
Das war nicht immer so.
Früher zwängte sich
der ganze Verkehr durchs Dorf.
Bis 1998 die Autos den Fussgängern
Platz machen mussten.
Gstaad liegt im Berner Oberland
und ist ein Ortsteil
der politischen Gemeinde Saanen.
Die Region rundherum
nennt man Saanenland.
Sie grenzt im Süden ans Wallis,
im Westen ans Waadtland
und im Norden an Fribourg.
Von Spiez aus ist man mit dem Auto
in gut 1 Std. in Gstaad.
Oder man nimmt den Zug.
Gstaad liegt auf der Strecke
der Montreux-Oberland-Bahn.
Dank dieser Zugverbindung
hat sich Gstaad Anfang des 20. Jh.
vom beschaulichen Bergdorf
in eine mondäne Feriendestination
verwandelt.
Dann wurden hier
die ersten Hotels gebaut,
und die ersten Wintergäste
kamen nach Gstaad.
Skilifte gab es noch keine.
Erst ab 1930
wurden Gäste mit einem Funi,
einer Art Schlittenseilbahn,
auf den Berg gezogen.
Heute warten auf die Schneesportler
rund 200 Pistenkilometer.
Gstaad bietet für alle etwas -
das wahrscheinlich mondänste
Bauerndorf der Welt.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Das bringt es gut auf den Punkt.
Das mondänste Bauerndorf der Welt.
Und wer würde mir die ehrlichen
Antworten geben?
Die Schulkinder von Gstaad.
Hier sind Andrina und John.
Welche prominenten Personen habt ihr
schon getroffen?
Robbie Williams.
War der nett?
Ich habe ihn nur gesehen, nicht mit
ihm gesprochen.
Ich habe sogar mit Robbie Williams
gesprochen.
Er ist sehr nett.
Und was nervt an Gstaad?
Manchmal die Touristen.
Was machen die denn?
Sie fahren mit den Autos überallhin.
Es ist auch immer sehr voll.
Man hat lange beim Einkaufen.
Das ist manchmal mühsam.
Wir haben euch mit einer Kamera
losgeschickt.
Dort ist eure Kamera.
Ihr dürft die Moderation selbst
machen.
Es braucht keine lange Moderation.
Schaut selbst.
Schau! Ist das nicht unsere Show?
Auf diesem Foto
bin ich nicht gut drauf.
Das ist nicht so schlimm.
Du bist noch gut drauf,
muss ich sagen. - Ja, ja.
* Heitere Musik: "Himmel" von Dodo *
# Hinder dene Wulche
sind d'Sunne und de Mond.
# Aber de Himmel
bliibt im Chopf nöd irgendwo.
# Drum laa dini Träum nöd eifach
falle, falle, falle, falle.
# Laa si niemals falle.
Gib si jaa nöd uf ...
Hallo zusammen, wir sind
die 5. und 6. Klasse aus Gstaad.
Wir zeigen euch heute unser Dorf.
* Ergreifende Musik:
"Min Name" von Hecht *
# Vo der han i min Name, min Ort,
gliich vill z wenig Wort.
Mir gefällt am Winter sehr, dass wir
hier jedes Jahr Schnee haben.
Auch die Landschaft ist sehr schön,
die Berge.
Es hat tolle Skigebiete
hier rundherum.
Wie ihr seht, zeigt sich das
Saanenland von seiner besten Seite.
Da hinten, in der zweiten Hütte
mit diesem Dach,
verbringe ich den ganzen Alpsommer.
Da helfe ich z.B. melken,
zu den Kühen schauen.
Jeder kann hier etwas machen.
* Entspannte Musik *
Chanel mag ich sehr gerne.
Chanel?
- Äh ...
Chalets, denn wir
wohnen mitten in einem Chalet-Dorf.
Die schönsten Häuser der Welt.
Man darf hier nur Chalets bauen.
Das finde ich schön.
Betonklötze sind nicht so schön.
Nicht wie in der Stadt, so modern.
Ich mag an Gstaad
die vielen reichen Läden.
Schaut mal diese Preise.
Das teuerste ist 4'250.
- Was?
Ich bleibe bei Temu.
- Ich bleibe bei Wish.
Das ist ein teurer Delikatessenladen
für reichere Leute.
Ich, resp. meine Eltern,
liefern Wachteleier hierher.
Gstaad ist bekannt ... - ... für
die vielen Fünf-Sterne-Hotels.
Das Palace ist das berühmteste.
* Mitreissende Musik:
"B.L.I doppel G" von Bligg *
# Seged allne Bscheid,
Pause seg passe.
# Vo de oberste Etage
abe bis ins Entree.
# Si sölled gfälligst
d'Füess vom Tisch abeneh.
# Dr Chef isch wieder zrugg.
# Seged allne Bscheid,
Pause seg passe.
Drei Internetkabel. Da könnte man
ganz gut Games spielen und so.
Ja. Konsolen anschliessen oder so.
# Seged allne Bscheid,
Pause seg passe.
# Vo de oberste Etage
abe bis ins Entree.
# Si sölled gfälligst
d'Füess vom Tisch abeneh.
# Dr Chef isch wieder zrugg.
# Dr Chef isch wieder zrugg.
Ich würde es
wie Robbie Williams machen:
das Palace kaufen,
dann wäre es meine Ferienvilla.
* Entspannte Musik: Coldplay
mit "feelslikeimfallinginlove" *
# Oh, it feels like
I'm fallin' in love.
# You're throwin' me a lifeline.
Der HC Gstaad Saanenland wurde
schon dreimal Schweizer Meister.
Und Langnau
wurde noch nicht so oft Meister.
Lass mich, Alter!
Ich finde die Einheimischen
eigentlich noch nett.
Sie haben normale Autos,
normale Kleider.
Jeder, der mich kennt, grüsst mich.
Manche sind ein bisschen frecher.
Meist die älteren Leute.
Es gibt Leute, die ...
Wie heisst das?
... die Touristen sind und reich
sind und ein bisschen angeben.
Ich bin schon mal
einem Touristen begegnet.
Die reichen Leute würden mir nicht
fehlen, wenn sie nicht da wären.
Wir bekommen nicht viel mit.
Aber die einheimischen Leute
sind sehr sympathisch.
Gibt es keine reichen Einheimischen?
- Nein, weniger.
Nein, das gibt es gar nicht.
Einheimische, die reich sind.
Eine Freundin meiner Mutter hat
Roman Polanski gesehen. Im Denner.
Michael Jackson?
- Ja, der hatte hier ein Chalet.
Mein Nachbar ist Robbie Williams.
Bei mir wohnen
nicht so reiche Leute.
Ich wohne gleich neben dem Coop.
* Lockere Musik *
Das sind unsere Scherenschnitte,
die wir als Klasse gemacht haben.
Es ist eine alte Tradition
aus dem Saanenland.
Das sind alles Chalets.
Oder auch Häuser.
Ich wünsche mir, dass es
in Gstaad ein Tierheim gibt.
Z.B. in Zürich
und in den grossen Städten ...
Wenn Tiere auf der Strasse wohnen,
bringt man sie dahin.
Ich wünsche mir mehr Schnee,
aber das wird mit der Klimaerwärmung
wahrscheinlich
nicht mehr oft passieren.
Mehr Wärme im Sommer
und im Winter auch.
Ein eigenes Chalet.
- Ja, ein eigenes Chalet.
Dass die alten Häuser
bestehen bleiben
und nicht plötzlich
Wohnblöcke aufgestellt werden.
Es soll so bleiben, wie es ist.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Damit sind wir schon bei unserem
Lieblingskoch, dem Prachtgüggel
aus Bern, Fabian Zbinden.
Du bist hier auf Berner Boden.
Und dann noch in diesem Jetset-Dorf
Gstaad.
Du fühlst dich hier zu Hause.
Ja, auch dieser Hollywood-Glamour.
Du hast in Los Angeles schon für
Robert De Niro gekocht.
Ja, ich habe für ihn gearbeitet und
durfte auch privat
für ihn Catering machen.
Das war eine grosse Sache.
Deshalb habe ich auch einige
Geschichten auf Lager.
2009 war das.
Das ist mein Stichwort.
Das ist mein Stichwort.
Unsere Landfrau war 2009 bei der
Landfrauenküche, Elisabeth Raaflaub.
Hier ist sie.
Schön, dass du da bist.
Jetzt sind wir bei mir in der Küche.
Was hast du dir gedacht, als er bei
dir war?
Er war sehr nett, wir hatten Spass.
Ich bin zuerst gleich mal
ausgerutscht draussen.
Das war wegen dem Boden Wasser, das
Austritt.
Wir wissen nicht, weshalb.
Wie ist es für dich, wieder vor
Kameras zu sein nach 15 Jahren?
Komisch, zuerst wollte ich gar nicht
mitmachen.
Hast du das Rampenlicht vermisst?
Ich habe manchmal an euch gedacht.
Du bist bescheiden, Bescheidenheit
ist eine Tugend.
Wir schauen uns an, was ihr gemacht
habt.
Kulinarisch gibt es in der Region
Gstaad nichts, was es nicht gibt.
Ganze 317 Gault-Millau-Punkte
und drei Michelin-Sterne
gibt es hier am Gourmethimmel.
Dass Gutes aber
auch ganz einfach gehen kann,
zeigt mir
die Landfrau Elisabeth Raaflaub.
Elisabeth?
- Hallo, Fabian. - Hallo!
Bist du schon fleissig
bei der Arbeit?
Nicht mehr viel. Willkommen
auf dem Bächlihof. - Danke, danke.
Die haben die schönste Terrasse.
- Schöner als ich.
Du warst schon 2009 Landfrau.
Das ist schon eine Weile her.
Das sind schöne Erinnerungen.
Ich denke immer mehr daran.
Wir sind gute Freundinnen
geblieben -
die Gruppe,
in der wir zusammen gekocht haben.
Wir treffen uns jedes Jahr im Juli.
Dann macht ihr Ausflüge zusammen?
Ein Essen irgendwo, ein Ausflug -
der Reihe nach,
wie wir gekocht haben.
Also nur gute Erinnerungen?
- Ja, nur gute. Es war schön.
Was zeigst du mir heute kulinarisch?
Ich bin keine Saanerin,
aber ich weiss, dass früher immer
Mehlrost gemacht wurde.
Mehlrost?
- Mehlrost als Mittagessen.
Ich bin dabei! Gehen wir in
die Küche? - Gehen wir. - Unbedingt.
* Heitere Akkordeonklänge *
So!
Mehlrost ....
Also rösten wir Mehl?
- Ja.
Mit viel Butter.
So.
Es muss schon etwas hell werden.
Dann das Mehl rein.
Ich glaube, das habe ich noch nie
gemacht, wenn ich ehrlich bin.
Es darf nicht verbrennen.
- Lieber nicht. - Lieber nicht.
Das kommt von den Grosseltern,
die hatten nicht so viel Geld.
Fäbu ist noch etwas skeptisch.
Es riecht lustigerweise
noch spannend.
Dazu gibt es Apfelmus.
Und nicht vergessen: rühren.
Wenn es schwarz ist, ist es gut?
Der Boden ... - Nein, alles gut.
Also der Boden ist schon schwarz.
Das ist schon gut.
- Nichts passiert.
Also eben: rühren!
Elisabeth,
warum rühre ich eigentlich so lange?
Ja, das braucht es einfach.
Die Farbe ist noch nicht gut.
Es muss hellbraun werden.
* Er schnarcht. *
Ist es schon fertig?
Ah, noch rühren! Also, ich rühre ...
- Ich kann schon.
Es riecht irgendwo verbrannt.
Was kommt noch rein?
- Zucker.
Es ist ein spannendes Rezept,
das du mir hier zeigst.
"Was kommt noch rein? - Zucker.
Wann? - Spielt keine Rolle."
Jetzt kommt der Moment.
Hmm, interessant.
Es schmeckt nach
geröstetem Mehl, Zucker und Butter.
In eine passende Form füllen ...
Ich bin gespannt, das sage ich dir.
... draussen abkühlen lassen -
und fertig ist der sehr nahrhafte
Superfood aus alten Zeiten.
Die Frage ist nur:
Kann man es auch essen?
Elisabeth, ich habe das Gefühl,
es ist gut gekommen.
Es sieht aus wie eine Kerze.
"Sieht aus wie eine Kerze."
* Fabian lacht. *
So, je drei?
- Mhm.
Oder darauf? Daneben?
Jetzt bin ich also gespannt.
* Trommelwirbel *
Nicht schlecht, oder?
- Es ist spannend.
Es braucht schon Apfelmus dazu,
dann ist es weniger trocken.
Es ist ein rechter Kontrast zu dem,
was sonst in den Restaurants
in Gstaad serviert wird.
Aber für mich gibt es
viel Raum für Kreativität.
Vielleicht machen sie
es plötzlich wieder im Palace.
Siehst du!
Vielen Dank für das Zeigen dieses
spannenden Rezepts von früher.
Etwas, das ich wirklich
noch nie gesehen habe.
Ich nehme das gerne
als Inspiration mit.
Es freut mich,
dass es dich gefreut hat.
Es hat g'fägt!
- Es war lustig.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Elisabeth, ihr beide seid ein
absolutes Traumteam.
Das hat von Anfang an richtig
funktioniert.
Ich habe aber gespürt, dass du dich
fast etwas beschämt hast,
nur Mehlrost zu machen.
Du wolltest wohl ein richtiges Menü
kochen.
Ich habe ihn gefragt, ob man Fleisch
machen darf.
Er hat nein gesagt.
Ich bin keine Saanerin, ich will
keinen Saanensenf machen.
Da ist mir das in den Sinn gekommen.
Ich finde es genial.
Es ist auf unserem Mist gewachsen.
Wir wollten ein Urgericht.
Wir werden sehen, was Fabian
draufmachen.
Er hat gesagt, es sei interessant
...
Spannend auch, dass ich jetzt noch
einen Klumpen im Magen habe.
Es ist eben so, wie es früher war.
Man brauchte Energie und hat das
gebraucht,
was man zu Hause hatte.
Ein schwieriges Wort.
Wenn jemand spannend sagt,
ist das die kleine Schwester von "er
schmeckt mir nicht".
Was macht nun Fabian auch zu
Mehlrost?
Da ist vieles auf dem Tisch.
Damit Ist etwas Geschichte.
Das ist früher passiert.
Ich habe mir überlegt, was ich
machen könnte.
Ich mache etwas Neues, was es so
noch nie gegeben hat hier.
Eine Gemüseauflauf mit Bergkäse und
Eiern,
der im Ofen aufgeht.
Dazu kommt eine Saanensenf-Sauce.
Ich sehe viel Gemüse und höre viel
davon.
Mhm ...
Mail rüsten wir auch.
Das sehen wir dann.
Ich sehe hier schönes Gemüse.
Woher kommt?
Man glaubt es kaum.
Es ist Winter, das Gemüse habe ich
frisch gepflückt, hier in der
Region.
Gefunden habe ich als von Daniel Von
Siebenthal,
Bauer in der Region.
Er züchtet ganz spezielles Baby
Gemüse.
Ich mache das v.a.
für die Hotellerie Gstaad.
Für die Restaurants hier?
- Ja, für die Restaurants.
V.a. auch eher für die teureren
Hotels, weil mein Babygemüse
für das Küchenbudget
etwas strapazierend ist.
Du bist der Gemüseflüsterer
von Gstaad? - Sozusagen.
Ich bin einfach der Einzige,
der das hier macht.
Im Berggebiet ist das nicht so ...
kopierfähig, habe ich das Gefühl.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Mit diesem Gemüse ist es also ein
durch und durch Staader Gericht.
Wie fangen wir an?
Hier haben wir das Baby Gemüse.
Für diejenigen, die das nicht beim
Nachbarn holen können,
kann man auch normales Gemüse holen
und das kleinschneiden.
Wir abraten das etwas an.
Ein paar Zwiebeln dazu.
Man kann sie gut schneiden.
Am Ende kommt das in den Ofen.
Ich sehe den kritischen Blick von
Elisabeth.
Was meinst du von diesem Gericht?
Kommt schon gut.
Du wirst das noch versuchen, dann
sind wir gespannt, was du sagst.
Wir geben etwas Liebe dazu.
Es geht darum, dass wir etwas
anbraten
und mit Salz und Pfeffer würzen.
Thymian noch dazu.
Kann ich dir helfen?
Du kannst mir mit dem Teig helfen.
Mit den Fingern?
Einfach rein?
Vollkornmehl, das gibt einen simplen
Teig mit Milch und Eiern.
Das gefällt mir, Teamwork.
Das gibt den Teig.
Dazu kommt wenig Zitrone für die
Frische.
Ziehen, er muss etwa 20 Min.
Quellen.
Alle Rezepte findet man unter diesem
Link.
Alle diese Rezepte sind von Fabian
Zbinden.
Wenn wir schon an einem so
glamourösen Ort zu Gast sind
und ich mich so glamourös über das
Eis bewege,
müssen wir einen richtig guten Preis
bieten.
10.000 Fr. Migros-Gutschein möchten
wir verschenken.
Das einzige, was wir von Ihnen
wissen wollen, ist unser
Lösungswort.
Hier gibt es einen Hinweis von
unseren Schulkindern.
Wir machen jetzt ein Spiel.
Und ihr zu Hause müsst raten,
was es ist.
Ich habe in einem Dörfchen
schon mal eines gesehen.
Es ist gross.
Es hat Balkone.
- Man kann darin schlafen.
Man kann darin leben.
Es ist aus Mauern,
aus Betonmauern gebaut.
Es ist keine Pizzeria.
Aber dort gibt es Pizza.
Es ist in Gstaad.
Hm, schwierig.
Dort wohnt eine Prinzessin.
- Touristen.
Und Reiche,
denn es kostet sehr viel.
Sie haben sicher auch teure Autos.
Einen Ferrari oder so.
Gäste. Viele, viele Gäste.
Aus einem anderen Land.
Z.B. Neuseeland, Australien ...
Z.B. aus Afrika oder ...
- Von fern, von nah,
von der Schweiz, von Deutschland ...
Sie wollen mal
in der Schweiz schlafen.
Es braucht Geld,
um dort zu schlafen.
Es ist teuer.
- Sehr teuer.
Eine Nacht kostet ...
- ... mehr als 100 ... - 100 Fr.
Mehr als 100 $.
Für ein kleines Zimmer
vielleicht 10'000 oder so.
Für eine Person oder für vier.
Alle Zimmer sind teuer.
Ich hätte nicht genug Franken dafür.
- Ich auch nicht.
Viel zu wenig.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Welchen Begriff suchen wir wohl?
Jetzt unbedingt anrufen und
mitmachen.
Gratis geht das mit dem Handy über
das Internet.
Am Ende der Sendung verraten wir,
wer den Gutschein gewinnt.
Ich ziehe die Schlittschuhe ab.
Ich bin ein erstes Mal müde.
Gibt es nun einen Punsch an der
Eisbar?
Bei mir gibt es einen wunderbaren
Putschals sehr gut, wenn auch etwas
Ziels.
Als junger Knabe wollte ich
Skirennfahrer werden.
Ich habe jedes Rennen im Fernsehen
geschaut.
Ein Mann ist mir besonders
aufgefallen.
Er hat sehr schön, hat
aber auch sehr viele Rennen
gewonnen.
Bis heute ist er einer der
erfolgreichsten Skirennfahrer aller
Zeiten.
Er hat das Kürzel MvG.
Diesen begrüssen wir gleich bei uns
auf dem Platz.
Erst schauen wir zurück auf seine
einzigartige Karriere.
Die von Mike von Grüningen.
Der Mann mit dem markanten Schnauz
ist von Mitte der 90er-Jahre
bis 2003
schlicht der Mr Riesenslalom.
Viermal Disziplinensieger
im Gesamtweltcup,
zweimal WM-Gold,
zweimal WM-Bronze,
davon einmal im Slalom,
Olympia-Bronze und 23 Siege
machen ihn zu einem der erfolg-
reichsten Schweizer Skiathleten.
1997 wird er darum
Sportler des Jahres.
Michael von Grünigen.
Der Mann, der sonst
nicht viele Worte verliert,
bleibt seiner Linie treu.
Es gehört sicher auch
viel Glück dazu.
Nicht zuletzt muss sicher auch
etwas Talent dabei sein.
Ohne Talent ist es schwierig,
ganz vorne mitzumischen.
Ich hatte das Glück, das zu haben,
und dazu das nötige Glück.
2003 beendet Mike
in Norwegen seine Karriere.
Ein emotionaler Moment
für die ganze Ski-Nation.
Nach 15 Jahren
oben am Start zu stehen
und zu wissen, dass es das
letzte Mal ist, war sehr speziell.
Und doch muss ich sagen:
Es stimmt so.
Auf der einen Seite
ist Wehmut dahinter,
auf der anderen Seite bin ich
irgendwie froh, dass es vorbei ist.
Zum Abschied macht sich Mike
selbst gleich das grösste Geschenk:
seine vierte Kristallkugel für
die Gesamtwertung im Riesenslalom.
Mit der Kugel
abschliessen zu können,
war sicher
einer meiner grössten Träume -
einmal ganz oben aufzuhören.
Mikes Erfolge sind für die Ewigkeit.
Auch in seiner Heimat
werden diese nie vergessen.
Hier sind wir in Schönried
auf dem Mike-von-Grünigen-Dorfplatz.
Normalerweise
bekommt man erst ein Denkmal,
wenn man nicht mehr hier ist.
Ich habe jetzt schon eines
und darf noch hier sein.
Auch nach seiner Karriere
kann Mike nicht ohne Skisport sein.
Sei es bei
der regionalen Nachwuchsförderung
oder zum Plausch auf seiner eigenen
Piste, dem Mike-von-Grünigen-Run.
Mike von Grünigen -
ein Jahrhundertsportler mit Stil.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Das ist dein Applaus.
Schön bist du hier.
Schön, bist du ja.
Ich komme immer wieder gerne zurück.
Das Wetter ist schön, der Schnee
auch,
es ist richtig Winter.
Wunderschön.
Wir sind mitten in der Skisaison.
Den Schweizern geht es sehr gut in
dieser Saison.
Ja, sie haben eine sensationelle
Saison.
Da kommen fast keine anderen auf der
Rangliste.
Das ist sehr erfreulich und sicher
motivierend für die WM, die vor der
Tür steht.
Es könnte die beste Saison geben,
die es je gab.
Das ist schwierig zu sagen.
Aber sie ist sehr gut und sie sind
gut für die WM aufgeklebt.
Das wird sicher entspannend.
Du hast viele Namen.
Man nennt dich auch Mr.Riesenslalom.
Marco Odermatt ist ja wie eine
Nachfolge von dir.
Siehst du das?
Er fährt top Ergebnisse in mehreren
Disziplinen.
Als ich etwas jünger war, war ich
wohl an seiner Stelle.
Es ist erfreulich, dass wir wieder
einen Superathleten haben.
Du bist immer noch flott auf den
Ski.
Ich hatte die Ehre, mit dir
hinzufahren.
Hat richtig Spass gemacht.
Man wird schon ein bisschen nervös,
wenn man
mit einem der besten Skifahrer
der Welt hier herumkurven darf.
Ich bin gespannt
auf Mike von Grüningen.
Schön, dass ich
bei ihm in die Skischule kann.
Hallo.
Hey, tschau. - Mike. Freut mich.
Cool, dass du da bist.
Ein bisschen nervös bin ich schon,
wenn ich mit dir Ski fahren darf.
Ja. Aber es kommt gut.
Ich freue mich sehr.
Ich war noch nie hier.
V.a. mit dir als Skilegende ...
Ich fahre hinter dir her.
Vielleicht
hast du noch Tipps für mich.
Vielleicht.
- Ganz sicher.
* Abenteuerliche Musik *
(Mike war in seiner Aktivzeit für
seine schöne Fahrtechnik bekannt.)
(Von dieser Eleganz
hat er bis heute nichts verloren.)
Es macht Freude mit dir.
- Ja.
Mike, ist Skifahren dein Leben?
- Ja, das kann man sagen.
Das ist meine Passion.
Solange es geht,
bin ich auf den Ski.
Meine Frau sagt mir,
man könne auch etwas anderes machen.
Aber sie fährt auch gerne Ski.
Mike, du bist
einer der besten Skifahrer der Welt.
Ich habe nicht den Anspruch,
der Beste zu sein oder zu bleiben.
Aber ich fahre gerne Ski
und bin gerne in der Natur.
Darum mache ich das gerne.
Also.
- Gehen wir.
(Auf Skis fühle ich mich als Bündner
wie ein Fisch im Wasser.)
(Aber vielleicht
hat Mr. Riesenslalom
für mich noch ein paar Ratschläge
auf Lager.)
Wenn jeder Schüler so wäre, müsste
ich keinen Unterricht mehr geben.
Das sieht cool aus.
Aber es gibt immer etwas.
Hier ist das Gelände super.
Auch im Steilen musst du schauen,
dass deine Hüfte schön drin ist.
Die Position ...
Die Kräfte, die auf deinen Körper
wirken, musst du gut auffangen.
Okay, gehen wir.
- Super.
* Beschwingte Musik *
(Luft nach oben gibt es doch immer.)
(Unten im Tal
geht es etwas gemütlicher weiter.)
Mike, du bist
durch das Skirennfahren
um die ganze Welt gekommen.
Du bist im Saanenland aufgewachsen
und gefühlt das ganze Leben hier.
Hat es dich nie weggezogen?
Da ich oft unterwegs war ...
In der Aktivzeit war ich wohl
etwa 200 Tage im Jahr unterwegs.
Natürlich war ich
an extrem vielen Orten,
wo ich sonst nicht hingekommen wäre.
Darum wollte ich nie wegziehen.
Ich bin gerne zurück in die Heimat
gekommen, wo meine Wurzeln sind.
Wenn es dich mal wegzieht,
geht es auch mal an den Strand?
Ich kann mir fast nicht vorstellen,
dass du aus diesen Bergen rausgehst.
Ja, das stimmt.
Als die Kinder kleiner waren,
waren wir auch am Strand.
Sie haben aber
nach zwei, drei Tagen gefragt,
ob wir sonst noch was machen können
oder was man jetzt machen kann.
Daher bin ich mehr
in den Bergen zu Hause.
(Zum Abschluss unseres Skitags
überrascht mich Mike mit
einem Fondue unter freiem Himmel -
stilecht serviert in
einem von sieben Riesen-Caquelons,
die hier in
der ganzen Region verteilt sind.)
Du bist 55 Jahre alt und
bist dein Leben lang Ski gefahren.
Da könnte man denken:
Mike ist hier aufgewachsen,
will nirgends hin - er sitzt
einfach immer da, wo er ist.
Bist du ein wenig ein Bünzli?
- Das könnte man schon sagen.
Ich bin gerne ein Bünzli,
wenn man hier leben kann.
Ich bin auch zu Hause
naturverbunden.
Ich bin viel
in der Welt herumgekommen,
war an vielen Orten,
dass es mich nicht mehr wegzieht.
Da bin ich gerne ein Bünzli.
Ich muss sagen:
Ihr habt gutes Fondue.
Das ist gut, gell?
Auch einen Skitipp
hast du mir mit auf den Weg gegeben.
Für mich ein perfekter Tag.
- Gesundheit.
Vielen Dank, Mike. Gesundheit.
* Heitere Musik *
Wir untertiteln in Echtzeit:
Und das habe ich jetzt davon, in
jedem Steilhang denke ich an dich.
Ziel erreicht.
Wir haben eine ähnliche Passion.
Aber am Ende ist Ski fahren nur ein
Schwung nach links und nach rechts.
Wieso die Faszination das Leben
lang?
Die Faszination daran ist, draussen
zu sein
und eine Sportart zu machen, die
Freude macht.
Die Naturverbundenheit und die
Kräfte, die wirken.
Das macht es aus.
Und dann diese wunderschöne Gegend.
Und das Tempo hast du immer noch.
Es hat viel Spass gemacht mit dir.
Vielen Dank, dass du heute bei uns
bist, Mike von Grüningen.
Danke.
Bei mir ist jetzt die
Gemeindepräsidentin Petra Schläppi.
Guten Abend.
Hallo.
Gstaad gehört zu Saanen.
Wir haben schon vom Spagat
gesprochen zwischen High Society
und Bauerndorf.
Wie löst du diesen Spagat?
Das kenne ich schon von Kind an:
Jeder Gast ist ein König,
aber jeder König ist auch nur Gast.
Das handhaben wir so.
Diesen Spagat konnte ich schon als
Kind, und ich kann ihn noch heute.
Petra, wir machen ein Quiz über
Gstaad.
Es geht für dich um Ruhm und Ehre.
Du spielst um goldene Ziegen.
Wenn du drei bekommst, hast du
bestanden.
Wenn es weniger sind, müssen wir
noch schauen.
Die erste Frage.
Langlauf,Ski, Schlitteln macht man
heute.
Aber welche Sportart wurde im Sommer
1967 zur Mode?
Käserollen oder Gras-Skifahren?
Da kann ich mich natürlich erinnern.
Es war das Gras-Ski fahren.
Das Saanenland
ist zwar bekannt für seinen Käse,
der wird hier aber nicht
den Hang runtergerollt,
sondern als Hobelkäse serviert.
In Gstaad ist 1967 ganz anderes
den Hang heruntergerollt.
(Originalkommentar)
Hoch über Gstaad,
dem mondänen Touristenzentrum,
fahren die Skilifte wieder.
Die Skihasen finden in Gstaad
auf der Wispile die Gelegenheit,
die sommerlichen Touren
über die blühenden Alpweiden
nicht nur zu Fuss, sondern erstmals
auf Skirollen zu unternehmen.
Die Rollskis werden
wie die Bretter angeschnallt
und gleiten auf stoffbespannten
Rollen über das trockene Weidegras.
Wie kinderleicht ein Skifahrer
auf diese hochsommerliche Variante
umlernen kann,
zeigen diese zwei Debütanten,
die nun vor der Kamera ihre erste
Abfahrt auf Rollskis versuchen.
Noch etwas unsicher,
ungläubig, dass es
über Silbermantel und Enzianen
auch so leicht geht
wie im Pulverschnee.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Petra Schläppi, hier die erste
goldene Ziege.
Mal schauen, ob es so weitergeht.
Ich muss mich konzentrieren.
Gstaad und Saanen sind beliebte
Kulisse für Bollywood-Filme.
Da wurde ein ganz spezieller Film
gedreht.
Welche Behauptung stimmt?
Es ist der finanziell erfolgreichste
Bollywood-Film überhaupt.
Oder der Film lief über 1500 Wochen
in den Kinos.
In der haben wir in Saanen zahlreich
zu Gast.
Ich glaube, es ist die zweite
Antwort.
1500 Wochen.
Diese unscheinbare Brücke hier
beim Bahnhof Saanen ist weltberühmt.
Oder zumindest in Indien.
Es gibt Touristen, die extra wegen
dieser Brücke nach Saanen kommen.
Hier wurden nämlich Szenen
des Bollywoodfilms
"Dilwale Dulhaniya La Jayenge"
oder kurz "DDLJ" gedreht.
Am 20. Oktober 1995
ist "DDLJ" in den Kinos angelaufen.
Der Film ist so erfolgreich, dass er
unterdessen seit fast 30 Jahren
in diesem Kino in Mumbai
ununterbrochen läuft.
Also seit über 1'500 Wochen.
Das ist Weltrekord.
Übrigens: Der Filmvorführer,
der seit über 46 Jahren
in diesem Kino arbeitet,
hat den Film
schon über 9'000-mal gesehen.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Richtige Antwort weder von dir,
Petra Schläppi.
Du kennst Gstaad einfach.
Wir kommen zur 13 Quizfrage.
Wir schauen einen kleinen Ausschnitt
an.
(Originalkommentar) Unser
trautes Paar zieht die Berge vor.
Doch nicht von Firn
und ewigem Schnee
und der stummen Pracht
majestätischer Alpenriesen
soll dieser Film handeln,
sondern ganz nüchtern wird gefragt:
Was erwartet den Gast im Hotel?
Was sieht er vom Betrieb?
Was geht hinter den Kulissen vor?
Dazu gehört der Concierge,
von vielen mit Ehrfurcht
"das wandelnde Lexikon" genannt.
An ausgefallene Wünsche
ist der ungekrönte König des Hotels,
der besonnene Mann in Schwarz,
gewöhnt.
Ich will hier nicht
aus der Schule plaudern,
aber es gibt sicher
einige Beispiele.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Und hier die grosse Frage: Was hat
der Concierge für einen Wunsch
erfüllen müssen?
Er musste Perücken aus Italien
einfliegen lassen.
Oder er musste ein ganzes Zimmer mit
Neuschnee füllen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es
der Neuschnee war.
Was kann ich da sagen?
Eine Dame, die eine Perücke
aus Rom kommen lässt -
mit dem Coiffeur per Flugzeug.
Man musste sie in Genf abholen
und wieder zurückbringen.
Dann wurde erst noch klar,
dass es die falsche Perücke war.
Das ist auch schon vorgekommen.
Das kann man nicht unbedingt wissen.
Das ist kein Unglück.
Wir kommen zur vierten Frage.
Die Hotels in der Region waschen
nicht selbst, sondern lassen waschen
in einer Wäscherei.
Wie viele Bademäntel hat die
Wäscherei in der Hochsaison 2023/24
gewaschen und gefaltet?
29.533
oder 16.788?
Gibt es einen Publikumsjoker?
Du darfst deine Nachbarn fragen.
Was meint ihr?
Die höhere Zahl.
Wir schauen, ob das stimmt.
(Originalkommentar)
Gstaad wäscht anders.
Zwar werden Liz Taylor,
David Niven und Yehudi Menuhin
niemals darin beschäftigt sein.
Trotzdem macht der mondäne Kurort
im Berner Oberland
Schluss mit den feuchten,
muffigen Hotel-Waschstuben.
Eine einzige Waschanstalt,
die Zentralwäscherei mit Namen,
ersetzt neuerdings
alle jene dunklen Löcher,
wo meist Gastarbeiter
ein klägliches Dasein fristeten.
Die seit Mitte Dezember
in Betrieb stehende
Wasch- und Reinigungsanstalt
verkraftet pro Tag 2,5-3 t Wäsche.
Noch heute werden hier
pro Tag 10 t Wäsche gewaschen.
Das Prinzip
ist immer noch das gleiche.
Die 28 genossenschaftlich
organisierten Hotels
liefern ihre dreckige Wäsche ab
und kriegen saubere wieder zurück.
In der Hochsaison 23/24
hat die Laundry Gstaad,
wie sie heute heisst,
z.B. 29'533 Bademäntel gewaschen,
getrocknet und zusammengelegt.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Die Jungs haben gut geholfen.
Das war richtig.
Ruhm und Ehre hast du schon
erreicht.
Und jetzt kannst du deine Leistung
noch vergolden.
Im Jahr 2023 kam es in Gstaad zu
einer Demo?
Wer hat damals gegen oder für was
demonstriert?
Mike-von-Grünigen-Run für die
Wiedereinführung des Schweizer
Käse-Dress?
Oder Robbie Williams gegen den
Kreisverkehr.
Das weiss ich.
Das war Robbie Williams.
Das hier ist Mike von Grünigen,
aber nein, das ist keine Demon-
stration, sondern eine Präsentation.
Mit dieser Tanzeinlage hat er 2002
eine Modenschau von vergangenen
und aktuellen Skidresses gezeigt.
Und das hier ist Robbie Williams,
internationaler Popstar
und ehemaliger Bewohner von Gstaad.
Bei diesem Kreisel
hat er im Sommer 2023 demonstriert,
und zwar gegen den Kreisverkehr.
Wieso? Das weiss nur er.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Eine vierte Ziege für dich.
Herzliche Gratulation.
Vielen Dank, dass du mitgemacht
hast.
Petra Schläppi.
Vielen Dank.
Welche Nummer muss sich jetzt schon
wieder wählen, wenn es einen Notfall
gibt?
144.
Ja, das stimmt.
Aber das wollen wir testen.
Es gibt die Herzdruckmassage.
Wie funktioniert die?
30-mal drücken, zwei Atemstösse.
Vorbildlich.
Wir Erwachsenen sollten das
eigentlich beantworten können.
Aber niemand ist zu klein, um ein
Lebensretter zu sein.
Das ist auch das Thema des nächsten
Blocks in dieser Sendung.
Die zehnjährigen lernen bei uns in
der Schweiz schon,
wie man in wichtigen Situationen
reagiert, bei einem Notfall.
Das bekannte Gesicht zur Kampagne
ist Gölä.
Er ist mit dem kleinen
lebensrettenden auf der Bühne.
Gölä und die Schwiizergoofe mit
"144".
# Es isch Ziit zum danke,
dene Manne u Froue,
# wo mir i dr Not
üses Läbä avertroue.
# Tag u Nacht si sie
immer für üs da.
# Isch öppis passiert,
lüte mir de Retter ah.
# Pressiert's
u du musch schnell Hiuf ha,
# lüüt em 144 ah.
# Du bisch dr Erst hie,
drum vergiss nie:
# Kene isch z'chlii
e Läbäsretter z'sii.
# Ihr hends jetzt ghört,
keine isch z'chlii
# öpperem z'helfe
und en Läbänsretter z'sii.
# Kinder lernen retten
heisst diä cooli Aktion.
# Isch öppis passiert, heisst's:
- Wer het es Telefon?
# Pressiert's
u du musch schnell Hiuf ha,
# lüüt em 144 ah.
# Du bisch dr Erst hie,
drum vergiss nie:
# Kene isch z'chlii
e Läbäsretter z'sii.
(Rappt) # Jetzt chunt's uf dich
drufah.
# Du bisch der Erst vor Ort.
# Falsch mache chasch nüt,
aber es gaht um Läbä und Tod.
# Bring das Herz i Schuss,
hiä chunt de Rhythmus:
# 1-4-4 und 1-4-4 und 1-4-4
# und gib nöd uf,
bis d'Rettig chunt!
# Pressiert's
u du musch schnell Hiuf ha,
# lüüt em 144 ah.
# Du bisch dr Erst hie,
drum vergiss nie:
# Kene isch z'chlii
e Läbäsretter z'sii.
# Pressiert's
u du musch schnell Hiuf ha,
# lüüt em 144 ah.
# Du bisch dr Erst hie,
drum vergiss nie:
# Kene isch z'chlii
e Läbäsretter z'sii.
# Kene isch z'chlii
e Läbäsretter z'sii, nei.
# Kene isch z'chlii
e Läbäsretter z'sii.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Gölä und die Schwiizergoofe mit
einem Superauftritt.
Vielen Dank.
Inklusive Helikopter an der Gitarre.
Weshalb liegt ihr das Thema am
Herzen?
Kinder sind unsere Zukunft.
Die müssen mal etwas schlaues
lernen.
Du hast wahrscheinlich Angst, dass
du selbst meine Hilfe brauchst.
So alt bin ich noch nicht, aber
zugegeben, ich habe gefährliche
Hobbys.
Ich mache hier keine spontan Geburt,
sondern wir üben jetzt.
Gib die Gitarre ab.
Leg dich hin.
Ich lege die Matte schön hin. Leg
dich hin.
Keine Widerrede.
Und jetzt brauche ich Sara.
Wenn ich tot?
Nicht ganz?
Ich bin schwer verletzt.
Ich habe einen Herzinfarkt.
Das ist natürlich nicht lustig.
Wenn es tatsächlich einen Notfall
gibt, was machen wir?
Zuerst geht man zur Person hin und
bleibt dort und sagt das auch.
Und dann schaut man, ob die Person
noch atmet.
Wenn nicht, was hier der Fall ist,
macht man die Herzdruckmassage.
Sehr gut.
Wir gehen davon aus, dass Gölä nicht
mehr atmet.
Wie machst du das?
Zunächst gehe ich von der Mitte der
Rippen los.
Und unter den Brustwarzen durch.
Dort wo sich die Linien kreuzen ist
der perfekte Punkt für die Massage.
Bei Erwachsenen ist es wichtig, es
30-mal zu machen.
Bei Kindern 15-mal.
Und dann sieht das so aus.
* Alle zählen mit. *
Jetzt ist Gölä wieder erwacht.
Eine kleine Lebensretterin.
So stellen wir uns das vor.
Vielen Dank Sara und alle anderen
Schwiizergoofe.
Und auch vielen Dank an Gölä.
Du hast dein 25-Jahre-
Bühnenjubiläum.
Deshalb gibt es eine Aufzeichnung
des Konzerts im Hallenstadion.
Und du bleibst noch bei uns.
Schon?
Ja, ich zwinge dich.
Herzlichen Dank für den tollen
Auftritt, Schwiizergoofe und Gölä!
Wir bleiben beim Thema.
Wir stecken mitten in der
Wintersaison.
Wenn wir in den Bergen ein Problem
haben,
zählen wir auf die: die Bergwetter.
Wir konnten bei einem speziellen
Training dabei sein.
Es ist Freitagmorgen,
8 Uhr am Flugplatz Saanen.
Im Hangar der Air Glacier
bereiten sich die Bergretter
auf die kommende Wintersaison vor.
Heute üben sie den Umgang
mit einem neuen Gerät,
das es braucht, wenn sie sich aus
dem Helikopter an die Felsen hängen.
Wenn man im Einsatz ist,
hat man viel Stress.
Der Lärm des Helikopters,
der Stress aufgrund des Einsatzes,
des Patienten, des Unfalls.
Diese Dinge müssen beherrscht sein,
damit es sauber abläuft.
Dass es am Berg
gefährlich sein kann,
weiss auch der Jüngste im Team,
Klemens.
Trotzdem ist es für ihn Ehrensache,
als Retter dabei zu sein.
Ich glaube,
es ist nicht immer gefährlich.
Es kommt darauf an,
wie man mit der Situation umgeht.
Man kann es sicher machen,
wenn man gut übt, wie wir jetzt.
Andere sind in der Feuerwehr
oder sind First Responders.
Es ist ehrenamtlich.
Es ist eine coole Sache.
Man lernt viel
und kann etwas zurückgeben.
Vielleicht hilft man jemandem,
der diese Hilfe gerne annimmt
und nötig hat.
Auch wenn der Berg bei dieser Übung
nur eine Holzwand ist,
den Zweck erfüllt es allemal.
Es ist gut, trocken zu üben.
Manchmal ist es lustig.
Es ist weniger ernst,
als wenn man draussen ist.
Und man fühlt sich
viel sicherer draussen,
wenn man weiss,
dass man es geübt hat.
Man weiss, was man machen muss.
Wenn man es trocken übt,
kommen vielleicht noch Fragen auf.
Es ist perfekt,
dass wir alle zusammen üben können.
Der beste Pilot
kann nichts alleine machen.
Der beste Rettungssanitäter
auch nicht.
Es braucht die verschiedenen Leute,
die zusammenarbeiten
und sich verstehen,
um eine gute Arbeit zu machen.
Rettung im Gebirge ist Teamarbeit.
Dazu gehört auch der Pilot Arno.
Z.T. haben wir
erfahrene Bergretter dabei,
wir müssen aber auch
die Jungen nachziehen und ausbilden.
Es ist immer wieder spannend,
das mit den jungen Bergrettern
auszuführen.
Jetzt geht es auch für Klemens
von der Holz- in die Felswand.
Es ist ein normales Angespanntsein,
das sein muss.
Man muss bei der Sache sein. Dann
ist es normal, wenn man nervös ist.
Wenn man jemanden fragt,
der länger dabei ist,
sagt der vielleicht,
dass er nicht mehr nervös ist.
Ich kann mir gut vorstellen,
dass man immer nervös bleibt.
Das gehört dazu.
Geschwindigkeit behalten bei 20, 30.
- Okay.
Sieben.
- Gestanden.
Fünf.
- Halten, halten.
Da ist ein Baum ...
Am Seil muss Klemens der Helicrew
immer genau seine Position
durchgeben,
damit er sicher
abgesetzt werden kann.
Am Anfang ist es anspruchsvoll, zu
sagen, ob es noch 3 m oder 2 m sind.
Dann wieder 1 m hoch und korrigieren
oder sagen, dass wir zu tief sind.
Man muss sich daran gewöhnen.
Zwei rückwärts hoch, gut.
Halt, einen links.
1 m runter.
- Da?
Retten ist Teamwork, und auch
Klemens kommt sicher am Fels an.
Ich kann einhängen.
Es ist ein blindes Vertrauen.
Wir haben Momente,
in denen wir am Fels angemacht sind.
Dort ist es das Vertrauen
von beiden Seiten.
Sei es von ihrer Seite zu uns
und von uns zu ihnen -
dass sie es gut machen
und wir es gut machen.
Dafür trainieren wir.
Nach erfolgreicher Übung
geht es zurück zur Basis.
Der Übungsleiter Emmanuel
ist zufrieden.
Vielen Dank.
Vielen Dank an alle
für ihren Einsatz am heutigen Tag.
Heute war es nur eine Übung.
Bald kommen die internationalen
Gäste und Touristen.
Dann gilt es ernst.
Da sind wir sicher.
Das ist die Hochsaison für uns.
Dann haben wir die meisten Einsätze.
Ein Drittel der Einsätze
sind im Winter.
Wir sind bereit
und freuen uns auf die Saison.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Wir sind zurück
und haben sie eben gerade noch im
Cockpit gesehen,
Arnold Pauli.
Ich stehe mir das unglaublich streng
vor.
Viel Konstruktion, Genauigkeit,
Teamwork.
Wie würdest du deinen Job
beschreiben?
Du hast das relativ gut gemacht.
Wir haben den Vorteil bei der Air
Glacier,
dass die Piloten auch als
Transportpiloten eingesetzt werden.
So sind wir im Sommer viel
unterwegs,
können Erfahrung in den Bergen
sammeln.
Wie du sagst, sind Präzision,
Kondition und die Teamarbeit
in der Rettungsfliegerei dann wieder
genauso wichtig.
Kommst du bei krassen Situationen
auch einmal ans Limit und hast
Angst?
Würde man Angst kriegen, wäre man
wohl zu weit gegangen.
Es braucht einen gesunden Respekt.
Das ist auch das, was dich und das
Team am Abend nach Hause bringt.
Das ist wichtig.
Sonst kommt der Patient auch nicht
nach Hause.
Vielen Dank, es war sehr spannend.
Danke für alles, was ihr tut.
Wir wünschen euch möglichst wenig
Einsätze in diesem Winter.
Arno Parli und das ganze Team,
vielen Dank.
Wir sind an einem Ort, wo sich die
Schönen und Reichen treffen.
Und dann plötzlich ein Beitrag über
den Abfallmann in Gstaad.
Die Geschichte dieses Mannes, den
wir Ihnen vorstellen,
ist sehr berührt und muss deshalb
unbedingt in Fernsehen.
Wenn am Wochenende in Gstaad
alles noch schläft,
ist er schon lange wach.
Lamine Dioum sorgt dafür,
dass das Dorf wieder sauber ist.
Er ist gebürtiger Senegalese
und seit über 14 Jahren in Gstaad.
Für den Werkhof
arbeitet er immer am Wochenende -
und zwar schon früh morgens.
Ich stehe um 3 Uhr auf
und mache mich bereit.
Zuerst gehe ich ins Depot
und hole ein Auto.
Um 4 Uhr geht es los
mit meiner Tour.
Man kennt Lamine mittlerweile
im Dorf.
Mit seinen über 2 m
ist er auch nicht zu übersehen.
Was ist los? Alles gut?
- Gut, danke.
Du musst gehen. Einen schönen Tag.
- Ja, schönen Tag.
Früher war er im Sicherheitsdienst
von Hotel und Chalet tätig.
Zu ungewöhnlichen Zeiten zu arbeiten
ist für ihn daher kein Problem.
Ich war schon immer
ein Morgenmensch.
Auch als Sportler bin ich immer früh
aufgestanden, um joggen zu gehen.
Immer um 3, 4 Uhr.
Auch wenn ich nicht arbeiten muss,
stehe ich um diese Zeit auf.
Zum Arbeiten ist es besser,
weil ich viele Leute kenne.
Es gefällt mir gut,
aber in meinem Alter müsste ich
eigentlich nicht mehr arbeiten.
Sie fragten mich,
ob ich Lust hätte, weiterzumachen,
weil sie mit meiner Arbeit
zufrieden sind.
Darum mache ich es, bis der Körper
irgendwann Stopp sagt.
Im Moment kann ich noch.
Ich habe noch so viel Energie.
Diese Energie hat er in seinem
früheren Leben täglich gebraucht.
Lamine hat sein Geld nämlich mal
als Basketballer verdient
und wurde in Frankreich
sogar zweimal Meister.
Basketball hat mir viel gegeben
und viele Türen geöffnet.
Bis ans Ende meines Lebens werde ich
diese Zeiten in mir tragen.
Ich bin glücklich, was ich durch
den alles Sport erleben durfte.
Diese Momente
sind immer noch präsent.
Es war eine Lebensschule.
Gerade, wenn es ums das Reden
miteinander und das Zuhören geht.
Nach seiner Basketballkarriere
hat ihn das Leben auf Umwegen
nach Gstaad verschlagen.
Dass er sich hier zu Hause fühlt,
ist v.a. einer Person zu verdanken -
seiner Prinzessin Ruth.
Sie ist meine Sonne.
Wenn ich Heimweh nach meiner Familie
habe,
gehe ich auf Besuch zu Ruth.
Sie gibt mir viel positive Energie.
Sie bedeutet mir viel
und ist wichtig für mich.
Ca c'est important.
Durch Ruths Sohn
haben sich die beiden
vor zehn Jahren kennengelernt.
Der Anfang
einer ganz speziellen Freundschaft.
Für mich ist er
wie ein grosser Bruder.
Oder wie ein Sohn.
Er ist immer da und merkt,
wenn es einem nicht gut geht.
Er hat ein grosses Herz und begreift
auch, wenn man Probleme hat.
Er ist einfach da.
Ein grosser Mann
mit einem noch grösseren Herz.
Was ich hier in der Gstaad
bekomme und erlebe,
macht mich jünger
und gibt mir neue Energie.
Diese kann ich dann
wieder weitergeben.
Ich habe hier so viele
wertvolle Menschen kennengelernt
und kann dem Leben nur Merci sagen.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Wir sagen Lamine vielen Dank,
dass er uns seine Geschichte erzählt
hat.
Lamine ist nicht der einzige
spannende Mensch.
Wir haben bei dieser Veränderung
schon so viele tolle
Lebensgeschichten gehört.
Die gibt es übrigens auch alle zum
Nachschauen auf PlaySRF.
Dieser Gegenpart, von dem wir oft
sprechen,
ist auch das Motto des Wettbewerbs.
Das ist die Telefonnummer, wenn Sie
Lust haben,
10.000 Fr. Migros-Gutschein zu
gewinnen.
Wenn Sie noch nicht wissen, was das
Lösungswort, kein Problem.
Später gibt es weitere Hinweise von
unseren Schulkindern.
Jungs, wie läuft es in der Küche?
Wie geschmiert.
Fabian gibt Vollgas.
Es riecht so lecker, dass ich Hunger
kriege.
Ich trage Handschuhe, was bedeutet
das?
Der Teig konnte quellen.
Jetzt kommt der Bergkäse rein.
Dazu kommen Kräuter,
z.B. Babylauch von Daniel.
Grob zusammen schneiden.
Bei den Kräutern muss man nicht den
Doktor machen.
Mit diesem guten Messer kann ich
einmal grob drüber.
Dann in die Schüssel zum Teig.
Dazu kommt dein Käse.
Reicht das so?
Ja.
Und hier der Käse.
Soll ich etwas rühren?
Einfach schön unterrühren.
Das Gemüse habe schön angebrachten.
Das Gemüse habe schön angebraten.
Dann ist es schon vorgekocht, bevor
es gebacken wird.
Der Teig kommt in die Pfanne.
Traust du mir das zu?
Sie ist eng verknüpft mit dem Leben
von Emilie Steffen von Siebenthal.
In ihrem Haus hat das Unglück
seinen Anfang genommen.
Emilie Steffen war das fünfte Kind
aus einer Familie mit 14 Kindern.
Mausarme Leute, eine Bauernfamilie.
Ich bin Gottfried von Siebenthal,
und Emilie Steffen
war meine Urgrosstante.
Gstaad war damals noch
ein armes Bergdorf.
Nicht der glamouröse Ort,
den wir heute kennen.
Viele zog es darum in die Fremde.
So auch Emilie.
Sie zog zu ihrem Bruder nach Genf
und später weiter nach Paris,
wo sie als Haushälterin weit weg von
zu Hause ihr Geld verdienen musste.
Als ihr Vater im Sterben lag,
kam Emilie nach acht Jahren
wieder zurück nach Gstaad.
Sie lernte den Bäcker Benz Steffen
kennen,
und die beiden
verliebten sich ineinander.
Sie heirateten und arbeiteten
zusammen in einer Bäckerei,
in der sie auch wohnten.
Zwischen Benz und Emilie
war eine grosse Liebe.
Als sie aus Paris zurückkam,
hatte sie zwei Verehrer.
Interessanterweise
war der andere auch ein Bäcker,
ein sehr wohlhabender.
Aber sie heiratete Benz.
Vor vielen, vielen Jahren
erzählte mir ihre Grosstochter,
dass sie Emilie gefragt habe,
warum sie Benz geheiratet hatte.
Er sei der viel Hübschere gewesen.
Das Problem war auch,
dass die Männer
keine oder wenig Arbeit hatten,
und darum einfach gesoffen haben.
Sie waren Alkoholiker.
Sie waren Alkoholiker
und haben Kinder gemacht.
Das war fast schon der Ablauf
des Tages. Traurig, aber wahr.
Es hat langsam angefangen, und
zuletzt war er totaler Alkoholiker.
Daran starb er - zu Tode gesoffen,
das kann man nicht anders sagen.
Das war eine
sehr harte Angelegenheit für Emilie.
* Andächtige Musik *
Von da an musste sich Emilie
alleine durchschlagen.
Aber alleine in einer Bäckerei
mit fünf Kindern, das war zu viel.
Darum wollte sich Emilie
Hilfe holen.
Ein Bäckergehilfe,
der sie unterstützt, das wäre es!
"Fleissiger Bäckergeselle ..."
"... für unsere Bäckerei."
Sie konnte nicht wissen, was
für eine Lawine sie damit auslöst.
Sie liess ein Inserat aufsetzen -
sie konnte nicht schreiben.
Sie inserierte im Wallis,
das ist ja nicht weit von hier.
Es war der 18. Juli 1898,
der Tag vor der grossen Katastrophe,
als ein fremder Mann ins Dorf kam
und nach Emilie fragte.
Aber er führte nichts Gutes
im Schilde.
Er stellte sich
als Bäckergeselle vor.
Sie sah, dass er Alkoholiker war.
Das war ihr sofort zu viel:
"Das hatte ich schon,
das brauche ich nicht noch einmal."
Sie wollte ihn aus dem Laden werfen,
und er wollte sie in der Bäckerei
vergewaltigen.
* Dramatische Klänge, Schreie *
Aber Emilie wusste,
wie man sich wehrt.
* Sie schreit. *
Obwohl er grösser und stärker war
als sie,
konnte sie ihn aus dem Laden werfen
und rannte in die Wirtschaft,
um Hilfe zu holen.
In der Nacht kam der Walliser zurück
mit bösen Plänen.
Er zündete den Holzstoss an - ein
riesiger Holzstapel hinter dem Haus.
Er wollte ihn anzünden,
damit sie kein Holz hätte, um
den Backofen in Betrieb zu setzen.
So wollte er sich rächen.
In kürzester Zeit
stand das halbe Dorf in Flammen.
* Dramatische Klänge *
Steht auf! Steht auf! Es brennt!
* Schreie, Kreischen *
Obwohl sich die Dorfbewohner
und die Feuerwehr von Gsteig
mit allen Kräften wehrten,
war das Feuer stärker.
In kürzester Zeit
sind 18 Gebäude verbrannt.
Das halbe Dorf ist verbrannt.
74 Personen waren obdachlos, hatten
gar nichts mehr. Alles verloren.
Auch von Emilies Bäckerei
stand nichts mehr.
Aber die Solidarität war gross.
Alle grossen Zeitungen der Schweiz
berichteten über das Unglück,
und aus dem ganzen Land
trafen Spenden ein.
Ein paar Tage später verhaftete
die Polizei einen betrunkenen Mann.
Er sprach Walliserdeutsch,
und die Beschreibung von Emilie
passte auf ihn.
Man steckte ihn in Saanen
ins Gefängnis
und wollte ihn am nächsten Tag
befragen.
Dazu kam es aber nicht mehr. Er nahm
sich in seiner Zelle das Leben.
Bald darauf kamen böse Gerüchte
und Tratsch im Dorf auf.
Die Leute suchten
eine Schuldige für ihr Unglück
und fanden sie in Emilie.
Hätte sie sich aufs Drängen
des Wallisers eingelassen,
wäre das alles nicht passiert,
konnte man hören.
Gstaad wurde wieder aufgebaut -
diesmal mit Häusern aus Stein.
Denn Holz gab es nicht genug.
Auch Emilie und ihre Familie
haben ihr Zuhause samt Bäckerei
neu aufgebaut.
Dieses Haus
steht noch heute mitten im Dorf.
Sie war eine einfache Frau,
die ihre Arbeit machte
und für die Kinder da war.
Sie hat ihre Kinder gut erzogen.
Sie sagte immer: "Meine Kinder
müssen es besser haben als ich."
Bis heute
gibt es in Gstaad einiges,
das an Emilie und ihre Familie
erinnert.
Ihr Sohn Robert,
hier links in der hinteren Reihe,
war der Initiant des Palace Hotels,
das noch heute
hoch über dem Dorf thront.
Ohne sie wäre Gstaad
nicht dieser Ort.
Ihre Hoffnungen und Wünsche
setzte sie in ihre Kinder,
und ihre Kinder verwirklichten sie.
Der Brand von Gstaad und das
bewegte Leben einer einfachen Frau.
Zwei Ereignisse,
die eng miteinander verknüpft sind.
Und die trotz aller Tragik
Gstaad vom kleinen Bergdorf
zu dem Ort gemacht haben,
den heute die ganze Welt kennt.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Gottfried Von Siebenthal und Tochter
Andreas sind auch hier.
Sie haben ein Buch über die
berührende Geschichte von Emilie
geschrieben.
Vielen Dank für die Unterstützung
bei diesem tollen Film.
Nach Rom führen bekanntlich viele
Wege.
Bei Gstaad ist das ähnlich.
Man kann mit dem Auto hierher
fahren.
Je nach Budget gibt es Leute, die
mit dem Privatjet hier landen.
Oder man kommt mit dem Zug, besser
gesagt im Goldenpass Express.
Natürlich hat auch er eine besondere
Geschichte.
Wer schon einmal mit dem Zug
zwischen Montreux und Zweisimmen
unterwegs war, hat vielleicht John
Hänni schon getroffen.
Das Schönste an meiner Arbeit ist,
durch die wunderschöne Gegend
zu fahren und der Kundenkontakt.
Ich kontrolliere nicht nur, ob
die Kunden einen Fahrschein haben,
sondern gehe wirklich
auf ihre Fragen ein.
Wenn sie positiv überrascht diese
Reise erleben und es weitererzählen,
ist das etwas,
was mich jeden Tag motiviert.
John ist 56
und Reisezugbegleiter bei
der Montreux-Berner Oberland-Bahn.
Sein Arbeitstag
startet in Zweisimmen.
Das Tablet, auf dem ich alles sehe.
129 Vorreservationen auf dem Zug,
den wir gleich nehmen.
Es ist grandios,
wie beliebt dieser Zug ist.
Die Gruppe hat den Platz gefunden,
das ist gut.
Seit sechs Jahren
arbeitet John hier.
Mit den vielen
internationalen Gästen
muss auch er sprachlich
sattelfest sein.
Willkommen.
Sie haben es schon gezeigt.
Merci.
John gibt alles, damit
sich seine Passagiere wohlfühlen.
(Englisch)
Erst der Bau
der Montreux-Berner Oberland-Bahn
hat den grösseren Tourismus
in dieser Region möglich gemacht.
Ab 1905 konnte man
von der mondänen Genfersee-Region
zum ersten Mal bequem
ins Saanenland reisen.
Bald darauf sind
die ersten Luxushotels entstanden,
und der Tourismus in Gstaad
hat Fahrt aufgenommen.
John ist bewusst,
dass die Gäste in dieser Region
vielleicht etwas mehr erwarten.
Wenn wir es als Unternehmen
schaffen, "the little bit extra",
etwas mehr als den normalen Job
zu machen,
dann haben wir Leute, die begeistert
sind und das weitererzählen.
Das ist eigentlich das,
was mich auch fasziniert.
Johns Eltern
arbeiteten in einem Hilfsprojekt.
Darum lebte er bis 13
in Papua-Neuguinea im Südpazifik.
Die Sekundarschule
besuchte er in London
und machte nachher in der Schweiz
eine Schreinerlehre.
Eine grosse Leidenschaft
ist auch die Musik.
Bis heute hat er schon
ganze zwölf Alben veröffentlicht.
* Entspannte Gitarrenklänge,
englischer Gesang *
Es ist eine ruhige Fahrt bis jetzt,
und die Hälfte der Strecke
ist absolviert.
Doch plötzlich ...
Geschätzte Fahrgäste,
aus einem technischen Grund
müssen wir hier warten.
Wir danken Ihnen für Ihre Geduld
und halten Sie auf dem Laufenden.
Immer wenn es frisch schneit,
müsste man Schwung haben.
Vermutlich war das Signal zu.
Der Zug musste anhalten
und konnte nicht mehr anfahren.
Wir können im Moment nicht anfahren.
Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Wir können im Moment nicht anfahren.
Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Es scheint gerade
der Wurm drin zu sein.
Es ist eine 125-t-Anhängelast.
Diese schaffen es heute
definitiv nicht den Berg hinauf.
(Durchsage) Meine Damen und Herren,
wir fahren zurück nach Montbovon.
Zum Glück ist das eher selten.
Aber wenn es passiert,
müssen wir einen Plan B machen.
Die Leute kommen nach Montreux,
einfach verspätet.
Wir haben sofort reagiert.
Die Passagiere kommen somit
ausnahmsweise
mit einem Extrabus nach Montreux.
Für John heisst das:
zurück nach Zweisimmen.
Trotz solcher Zwischenfälle
kann sich John
keinen schöneren Beruf vorstellen.
Man darf Freude an der Arbeit haben.
So kommt man am Ende des Tages
zufrieden nach Hause und sagt:
"Ich habe das Möglichste
aus diesem Tag herausgeholt."
Es ist nicht nur einer zum abhaken,
sondern ich konnte vielen Leuten
etwas Gutes mitgeben.
Wir untertiteln in Echtzeit:
John, ausgerechnet, wenn das
Fernsehen kommt,
bleibt der Zug stehen.
Das ist eben sehr echt.
Das ist so viel näher,
als wenn alles glänzt und unecht
ist.
Man gehört und gesehen hat,
ist genauso, wie es ist.
Wunderbar, dass du uns mitgenommen
hast.
In unserem Vorgespräch habe ich
gemerkt,
dass du sehr professionell und
verschwiegen bist.
Auch wenn Glamour im Zug sitzt.
Aber letzten Montag hattest du
jemand ganz besonderes bei dir.
Erhältst du uns, wen?
Richard Gere und seine Familie war
das.
Ich halte das ziemlich dezent,
das war ein privater Ausflug.
Aber wir hatten gute Gespräche auf
Augenhöhe.
Sehr herzlich.
Ich will noch etwas mehr wissen,
aber das machen wir ohne Kamera.
Vielen Dank, John.
Jetzt ist seit für etwas Musik.
Wir kommen zu einem der grössten
Schweizer Hits aller Zeiten.
Ich bin ein schlechter Sänger und
versuche es trotzdem.
# I gloube i gange no meh ...
# a Louenesee.
Und jetzt noch alle miteinander.
* Mehrstimmiger Gesang *
Der Lauenensee ist übrigens hier
hinten.
Ein wunderschöner Ort.
Heute haben wir den Frontmann Schöre
Müller hier,
Mit dem Jodlerklub Lauenen.
# Louene-, Louene-, Louenesee.
* Idyllischer Jodelgesang *
# I weiss no guet,
won I ar Sunne bi gsässe.
# Wit awäg vom Lärm vo der Stadt.
- Lärm vo der Stadt.
# I weiss no guet
wie I ha chönne vergässe.
# Dert hinde bim Louenesee.
# Es het mi packt,
I ha gspührt, dass I gah mues.
# Eifach furt, I d'Rueh vor Natur.
- D'Rueh vor Natur.
# Ganz allei
mit em Chopf voll Gedanke.
# Dert hinde bim Louenesee.
* Vielstimmiger Jodelgesang *
# Immer wenn I wieder dra dänke,
# a das Gfüeuh dert am Ufer vom See.
# De merk I wie guet
dass's mer ta het.
# I gloube I gange no meh.
# A Louenesee.
# I weiss no guet
won I ar Sunne bi gsässe.
# Wit awäg vom Lärm vo der Stadt.
# I weiss no guet
wien I ha chönne vergässe.
# Dert hinde bim Louenesee.
* Jodelgesang *
# Und immer wenn I wieder dra dänke,
# a das Gfüeuh dert am Ufer vom See.
# De merk I
wie guet dass's mer ta het.
# I gloube I gange no meh,
# A Louenesee.
* Idyllische Schlussklänge *
Wir untertiteln in Echtzeit:
Jungs sind fantastisch.
Ich bin hinten gestanden, habe
zugehört,
und es ging mir so unter die Haut.
Danke, das freut mich, wenn ich den
Menschen eine Freude machen kann.
Das Original ist ja schon schön,
aber dass Verwandte nicht.
Ja.
Aber als ich die Show von Gölä
gesehen habe,
dachte ich, ein paar Moves wären
auch gut gewesen.
Aber sie sehen auch so gut aus.
Wir gratulieren zu diesem schönen
Lied.
Ein grosser Applaus für Schöre
Müller und den Jodelklub.
Jetset ist das eine, aber es gehört
auch das Handwerk in das schöne
Saanenland.
Es ist das Handwerk der Inschriften,
Malereien an den Chalets,
aber auch der Scherenschnitt.
Wir haben zwei Frauen gefunden, die
das beherrschen und der Arbeit mit
viel Passion und Liebe nachgehen.
Und V.a. mit der nötigen Portion
Ruhe, die ich nicht hätte.
Die nächsten Min. werden schön,
ruhig.
Sie können geniessen.
Das ist etwas, was mich fasziniert:
die alte Schrift.
Die schön geschriebene Schrift
hat mich interessiert.
Es braucht v.a. eine ruhige Hand.
Nervös sein
ist keine so gute Eigenschaft.
Ich bin Sandra Walker,
Restauratorin.
Ich restauriere
alte Inschriften an den Häusern.
* Friedliche Musik *
Ich mag das Traditionelle sehr.
Man kann 1'000 Alpaufzüge anschauen,
es wird nie langweilig.
Jeder ist wieder anders.
Ich nehme meine Sujets
aus der Natur.
V.a. die Tierwelt
ist für mich ein grosses Thema.
Ich bin Regina Martin,
und die Scherenschnitt-Kunst
ist meine Leidenschaft.
Ich habe schon als Kind
sehr viel gemalt und geschrieben.
Mein Vater hat ein Malergeschäft.
Nach der Lehre
habe ich bei ihm gearbeitet
und es so durch ihn gelernt.
Das ist etwas Wichtiges.
Es ist eine Tradition
des Saanenlandes,
dass die schönen Schalenbauten,
die es hier gibt, erhalten bleiben.
Das macht mich schon stolz,
dass man zeigen kann, dass die
Fassadenmalereien erhalten bleiben
und dass man sie
für unsere Nachwelt restauriert.
Ausschlag war ein Bild
von Christian Schwizgebel,
das in der Wohnstube meiner Eltern
hing.
Nach diesem Scherenschnitt
habe ich mit einer normalen
Nagelschere zu schneiden begonnen.
Ich kann
das Papier zum Leben erwecken.
Ich kann das machen,
was mir am meisten Freude bereitet.
Ich kann so den Scherenschnitt
in die Welt hinaustragen
und auch das Saanenland vertreten.
Der Stellenwert des Scherenschnitts
ist sehr gross.
Man sieht ihn auf Schritt und Tritt
im ganzen Saanenland.
Die Tradition am Leben zu erhalten,
ist mir auch wichtig.
Es gehen leider
sehr viele solcher Dinge verloren.
An dieser Fassade habe ich
selber ca. 205-210 Std. gearbeitet.
Wenn du nach getaner Arbeit
vor der Fassade stehen
und dein Werk begutachten kannst -
was du aus dem Objekt
gemacht hast -,
erfüllt dich das
mit Stolz und Zufriedenheit.
Das ist ein schöner Moment, wenn man
vor einem fertigen Objekt steht.
An einem Scherenschnitt
arbeite ich ca. 10-14 Tage.
Jeden Tag etwa 4 Std.
Ich werde oft belächelt,
als würde ich hier in meinem Atelier
irgendwas basteln.
Aber dass das eigentlich sehr
anstrengend ist, merken sie nicht.
Das Öffnen eines Bildes
ist der Lohn für die harte Arbeit.
Auch nach dem 1'000. Scherenschnitt
ist das immer noch ein Erlebnis.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Regina, es ist fantastisch, wenn man
diese Bilder anschaut.
Beeindruckend.
Viele Feinheiten. Wie lange dauert
das?
Schon ein paar Std..
Für so etwas für einen Monat.
Das sind etwa 6 Std. Pro Tag.
Du arbeitest sicher sieben Tage in
der Woche?
Fast.
Kann es auch passieren, dass man das
Bein einer Ziege abschneidet?
Was machst du dann?
Das kann passieren, aber das kann
man flicken.
Dann ist also nicht alles am Ende.
Kann ich das auch lernen?
Du kannst das gerne probieren hier.
Was mich noch Wunder nimmt.
Kann das der Grobmotoriker würde mit
seinen Wurstfingern?
Das sind keine Wurstfinger, das sind
Arbeiter Hände.
Das ist quasi eine Challenge
zwischen uns zwei.
Ich hätte dir eine Motorsäge bringen
sollen.
Das wäre nicht besser gekommen.
Gib uns einen Tipp.
Du musst wegschneiden, was zu viel
ist.
Du hast nicht von mir gesprochen,
oder?
Nein.
Und etwas Gas geben.
Gas geben?
Du hast gesagt, du hast 6 Std.
täglich dran
und wir haben nur 2 Min..
Wie hält es sich mit der Geduld?
Ist das dein?
Nicht unbedingt.
Ich bin eher auf der nervösen Seite
auf die Welt gekommen.
Uns läuft die Zeit etwas davon.
Ich muss schauen, dass der Schwanz
dieser Kuh nicht ganz weg kommt.
Ich sehe, dass Gölä weiter ist als
ich..
Ich sehe, dass Gölä weiter ist als
ich.
Jetzt der ultimative Moment.
Komm jetzt!
Er kann nicht aufhören.
Macht keine halben Sachen.
Also, wir mussten.
Schau, ich zeige es.
Das ist das schöne Moment.
Hier seht ihr es.
Etwa so sollte es aussehen.
Da hat man ja Tage für diesen
Firlefanz.
Mach!
Hau dieses Ding ab.
Was ist denn los mit dir?
Es ist aber beruhigend.
Es tut gut.
Nicht beruhigend, das macht mich
nervös.
Ihn macht es nervös, mich hat das
beruhigt.
Ja, genau.
Das schwierige habe ich schon im
Voraus gemacht.
Dein ist natürlich das Schönste.
Das ist das Geschenk an dich.
Du darfst haben.
Ein grosser Applaus für Gölä und
Regina Martin.
Ich habe noch immer einen 10.000 Fr.
Migros-Gutschein zu verschenken.
Wir suchen noch immer das
Lösungswort.
Wenn Sie noch unschlüssig sind,
gibt es nun die letzten Hinweise der
Schulkinder.
Wir gingen mal schauen,
was es da drin alles hat.
Das war cool.
Ich war auch schon dort drinnen.
(Flüsternd) Ich noch nie.
Es gibt schönere Sachen
als bei uns zu Hause.
Drinnen ist es ganz geschmückt.
Da ist auch etwas aus Gold.
Auf den Treppen
hat es einen roten Teppich.
Es hat fünf Sterne.
In Gstaad gibt es viele davon.
Es hat Türme.
Grosse Fenster.
Im Türmchen hat es an der Scheibe
eine Badewanne.
Man hat eine sehr schöne Aussicht.
Es hat viele Köche
und es gibt feines Essen.
Sie kochen besser.
Es hat lebendige Krebse zum Metzgen.
Die Köche sind angezogen wie früher.
Sie tragen schöne Kleider.
Einige tragen auch Kochhüte.
In der Nacht
sind die Köche auch noch wach.
Der Küchenchef
und die Rep... Repzession ...
Die schlafen, glaube ich, nicht.
Sie tragen eine schwarze Jacke.
Manchmal steht hier drauf,
welche Sprachen sie sprechen können.
Die Leute verdienen sehr viel,
die dort arbeiten.
Ich will nicht dort arbeiten,
sondern Ferien machen.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Chance, anzurufen und beim
Wettbewerb mitzumachen.
Unter allen richtigen Antworten
verlosen wir den Gutschein.
Ob Sie diesen Gewändern,
Ob Sie gewinnen, erfahren Sie schon
am Ende der Sendung.
Elton John und Audrey Hepburn haben
hier Ferien gemacht.
Elizabeth Taylor hatte ein Chalet
hier.
Und Prinz Charles kam mit Camilla
zum Ski fahren hierher.
Die ganze Welt kommt nach Gstaad,
aber warum eigentlich?
Sind es die Berge, die schönen
Chalets oder der Käse?
Wir haben im Archiv nach Antworten
gesucht.
Kaum ein anderer Ort in der Schweiz
steht so für Glamour wie Gstaad.
Die Liebe
der Reichen und der Schönen
zu diesem Dorf im Berner Oberland
hat eine lange Geschichte.
Schon in der Mitte
des letzten Jahrhunderts
fühlten sich v.a. gekrönte Häupter
hier oben sehr wohl.
Z.B. der König Baudouin von Belgien,
das Fürstenpaar von Monaco,
Renier und Gracia Patricia,
oder die spätere Königin
der Niederlande, Beatrix,
die übrigens genau wie alle anderen
bei der Gondel anstehen musste.
Am Skilift sind alle gleich.
Wo die Royals sind,
ist auch Hollywood und der
internationale Jetset nicht weit.
(Originalton) Da wir bei den Gästen
aus dem Filmland sind:
In Gstaad wurden wir von der kleinen
Filmprinzessin Jasmina empfangen,
deren Ruhm vorläufig darin besteht,
die reizende Tochter
der reizenden Rita,
pardon, der Prinzessin
Rita Kahn-Hayworth zu sein.
Wie sehnlich wurden
diese Aufnahmen in Amerika erwartet.
Rebecca, die so stark
ihrem Vater Orson Welles gleicht,
durfte auf dem Familienbildchen
nicht fehlen.
Zudem Rita Hayworth sich mit
grosser Liebenswürdigkeit bequemte,
während Jasmina
eher zurückhaltend blieb.
Die Gästeliste der Superstars
ist lang.
* Ulkige Musik *
Jacqueline Kennedy,
Liz Taylor
und ihr Mann Richard Burton
oder der Schauspieler Peter Sellers
haben ihre Zeit hier oben
sichtlich genossen.
Ca vibre, ce truc, c'est incroyable.
A votre sante. Bonne annee.
Warum sich die Stars hier oben
so wohlfühlen, hat James Bond 1983
im Schweizer Fernsehen
gleich persönlich erklärt.
Schaut euch um!
Es ist so schön hier.
Das ist der Grund.
Kurt Jürgens
hat mir sein Haus hier ausgeliehen.
Und ich habe mich sofort
in Gstaad verliebt.
Ich bin offizieller Einwohner
und zahle hier auch meine Steuern.
Das hat den grossen Vorteil,
dass ich zum halben Preis
auf den Skilift kann.
Auch für die Schauspielerin und
Oscar-Gewinnerin Julie Andrews,
seit über zehn Jahren übrigens
Ehrenbürgerin von Gstaad,
ist das hier oben wie ein Zuhause.
Ich kenne hier oben alle.
Ich gehe selbst einkaufen.
Ich fahre rum. Solche Dinge halt.
Man kennt sich. Das ist schön.
Es ist hier gar nicht
wie in Hollywood.
Und die Berge lassen sich
von Hollywood nicht beeindrucken.
Für mich ist es hier oben
wirklich echt.
Happy new year!
Auch im neuen Jahrtausend
hat Gstaad nichts
von seiner Anziehungskraft verloren.
Madonna macht hier oben genauso
Ferien
wie Naomi Campbell
oder Robbie Williams, der sogar
eine Weile hier oben gewohnt hat.
Skandale und Dramen
gibt es natürlich auch.
Das tragische Ende
von Playboy Gunter Sachs
oder der Hausarrest
des Regisseurs Roman Polanski
haben Gstaad
immer wieder in die Schlagzeilen
der internationalen Yellow Press
katapultiert.
Das kann aber die Liebe
zum Saanenland nicht erschüttern.
Eine Liebe, die von Generation
zu Generation weitergegeben wird.
Ich bin schon lange
ein grosser Freund des Saanenlands
und von Gstaad.
Als wir noch klein waren,
kamen wir oft mit der ganzen Familie
hierher in die Ferien.
Ich mit meinen Schwestern.
All die Reichen und die manchmal
auch Schönen gehören zu Gstaad,
genau wie
die ganz normalen Menschen,
die hier leben, wohnen und arbeiten.
Vielleicht ist es
genau diese Mischung,
die dieses Dorf
so einzigartig macht.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Hier ist einer der Gründe im Bild,
weshalb so viele prominente hier
sind, das Hotel Palace.
Deshalb ist es Thema in dieser
Sendung.
Und hier ist der Chef, der
Hotelbesitzer, Adrian Schertz.
Guten Abend.
Die Anschlussfrage an mein Gespräch
mit John.
Hat Richard Gere bei euch
übernachtet?
Nein, aber vor etwa 35 Jahren hat er
bei uns übernachtet.
Euch ist es wichtig, im Dorf
verwurzelt zu sein.
Da sind wir wieder bei den
Gegensätzen.
So ist das wichtig?
Das Palace wäre nicht das Palace
ohne Gstaad.
Was für Menschen arbeiten im Palace?
Kunterbunt, von Senegal bis ins
Emmental.
Wir haben über 30 Nationalitäten.
Das wollten wir noch genauer wissen.
Wir haben Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter besucht.
Früh am Morgen,
wenn die Gäste des Hotels Palace
noch gemütlich schlafen,
ist sie schon länger wach
und immer eine der Ersten,
die mit der Arbeit beginnt.
Sandra ist 19 Jahre alt.
Seit letztem August
ist das ihr Arbeitsplatz.
Durch den Personaleingang
geht es in ihre Werkstatt.
Sandra ist gelernte Polsterin.
Am Morgen,
wenn das Hotel offen ist,
fange ich an mit einem Rundgang.
Ich schaue in den öffentlichen
Räumen, ob alles gut ist.
* Dynamische Musik *
Wenn ich etwas sehe,
mache ich ein Foto.
Oder wenn ich es selbst
flicken kann, flicke ich es selbst.
Sandra entgeht kein Detail.
Bevor die Hotelgäste
zum Frühstück kommen,
soll alles wieder perfekt aussehen.
Ich wollte eigentlich nie
genau diesen Beruf erlernen.
Aber ich hatte als Polsterin
einen Wochenplatz.
Das gefiel mir, und so kam ich dazu.
Auch im Spa-Bereich
sorgt Sandra dafür,
dass alle Polster
am rechten Ort sind.
Es macht Freude, wenn man das sieht,
was man in der Werkstatt macht -
wie es im Gesamtbild aussieht.
In ihrer Werkstatt gibt es immer ein
paar Patienten, die Hilfe brauchen.
Ich mag es,
wenn es anstrengend ist.
Für das Küchen- und Serviceteam
ist jetzt auch Arbeitsbeginn.
Und Zeit, dass der Sessel
wieder an den richtigen Platz kommt,
bevor das Restaurant öffnet.
Der Hotelbetrieb
ist mittlerweile in vollem Gang,
und die ersten hungrigen Gäste
sind da.
Dass sie ein anständiges Menü
bekommen,
dafür ist Franz Faeh zuständig.
Der Küchenchef
ist ein alter Saanen-Bub.
Vor 40 Jahren
hat er hier die Lehre gemacht.
Unter ihm arbeiten über 50 Köche,
und die hat Franz gut im Griff.
Laut werden muss er selten.
Ich schaue nur böse.
Ich sage nichts, schaue aber böse.
Ohne eine motivierte Truppe
funktioniert es nicht.
Wir machen viel für die Mitarbeiter.
Je besser das Personal,
je glücklicher sie sind,
desto glücklicher sind die Gäste.
Es ist ein Rattenschwanz.
Franz arbeitete auf der ganzen Welt
in den besten Häusern als Koch.
Als das Palace anklopfte
auf der Suche nach einem Küchenchef,
musste er sich das
nicht zweimal überlegen.
Ich glaube, es gibt nicht viele, die
das erleben können, was ich erlebe.
Klar, ich habe gearbeitet,
um hierher zu kommen.
Aber es gibt nichts Schöneres,
als als Einheimischer
in so ein Haus zurückzukommen
und es zu führen,
damit es den Gästen gefällt.
Im Hotel Palace
werden neben den kulinarischen
auch alle anderen Sonderwünsche
erfüllt.
Die gehören zur Tagesordnung,
auch bei Sandra.
Heute muss sie im Kids Club
einen Spezialauftrag erledigen.
Das ist ein Spielhäuschen.
Ein Palace-Haus für Kinder,
das ich aufbauen muss.
Das bringt ihren Tagesplan
etwas durcheinander.
Ich sehe all das,
was ich sonst noch zu tun habe.
Das gibt mir etwas Druck.
Aber ich habe keine Deadline,
wann etwas fertig sein muss.
Ganz anders in der Küche.
Dort muss das Essen
jetzt möglichst rasch raus.
Filetto di manzo a point,
no, medium rare.
E un carne del giorno.
Anna!
- Si?
Cosa mangia il 52?
Cinque, chef.
Was?
- Cinque, chef.
Cinque minuti?
- Cinque minuti.
Trotz der Hektik -
Franz achtet auf jedes Detail.
Ich fühle mich stolz,
hier oben zu sein.
Denn es ist mein Zuhause.
Ich habe hier angefangen.
Und ich mache hier wieder fertig.
Für Franz mit seiner Erfahrung
ist der Palace-Alltag normal.
Für Sandra am Anfang ihrer Karriere
ist das alles noch neu.
Sie ist schwer beeindruckt.
Ich hätte mir nie vorstellen können,
dass hier
so grosser Aufwand betrieben wird.
Auch in der Zwischensaison - was
wir hier alles für die Gäste machen.
Das ist eindrücklich.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Liseli ist auch da.
Ich sehe, du trägst einen Handschuh.
Wir sind zurück beim Gemüseauflauf.
Du bist kräftig.
Dass sie gut aus.
Der ist aufgegangen.
Das wird dann geschnitten, dann
sieht man das Gemüse.
Er kommt noch ein paar Min. in den
Ofen.
Dann gibt es noch die Saanensenf-
Sauce dazu.
Kein Haushalt macht den Senf genau
gleich.
Es gibt kein Rezept.
Als Basis ist reduzierter Rotwein.
Und das geröstete Mail.
Gib zwei Esslöffel davon rein.
Du hast den Rotwein schön reduziert.
Ja, vorher war es 1 l, jetzt ein
halber Liter.
Noch etwas mehr Mehl.
Vorsichtig rein.
Ich stelle die Hitze ab.
Es dickt ein.
Hier haben wir Galgant.
Das kommt rein.
Und dann Ingwerpulver.
Rein damit.
Dann Zimt.
Rein damit.
wir wollen nicht, dass es zu
weihnachtlich wird.
Dann Nelke.
Nicht zu viel davon.
Und Salz.
Was ist das hier?
Das ist eine Kirschkonfitüre.
Das ist die schnelle Variante.
Und du kannst die Senfkörner rein
geben, die zerstossen sind.
Das sieht gut aus.
Das reicht.
Nicht nervös werden.
Das kommt gut.
Wir müssen Gas geben.
Wir haben Hunger.
Ich mache den Senf etwas dünner,
sonst wird es eine Sauce.
Wir probieren.
Aber schnell.
Einzigartig.
Noch ein wenig Salz.
Ja, das stimmt.
Wir geben Vollgas.
Vielleicht können wir essen, Fabian
Zbinden.
Ich hoffe, Sie haben alle mitgemacht
bei unserem Wettbewerb.
Wir schliessen die Leitungen, rufen
Sie nicht mehr an.
Heute Abend haben wir viele Ecken
von Gstaad kennengelernt.
Aber es gibt auch ganz andere Ecken.
Solche, die weit ab jeglichen
Trubels sind.
Z.B. Abländschen.
Es ist der abgelegenste Ort im
gesamten Kanton Bern.
Von hier aus dauert es mehr als 1
Stunde im Winter,
bis man dort ist.
Und dort leben nur gerade sechs
Familien.
Wer hierherkommt,
findet hier nichts.
Nichts als Ruhe und Natur.
Etwa 70 Kühe leben hier,
zusammen mit etwa 40 Menschen.
Eine Familie, die hier wohnt,
ist die Familie Dänzer.
Vier Generationen in einem Dorf.
Hanspeter Dänzer
ist Landwirt und Käser
und Präsident der Dorforganisation.
Auch wenn man hier ab vom Schuss
und Saanen fast 1 Std. weg ist,
weiss man sich zu helfen.
Hinterwäldler sind wir nicht.
Aber im Winter sind wir schon
etwas weg von der Gemeinde.
Im Winter
dauert die Fahrt dorthin 1 Std.
Das ist natürlich ...
Man geht also
nicht jeden Tag dorthin.
Hier gibt die Natur
den Takt des Lebens vor.
Das ist wie mit dem Essen.
Wir können nicht jeden Tag
beim Grossverteiler einkaufen.
Man kauft so viel, dass man
für eine gewisse Zeit hat.
Man wird manchmal schräg angeschaut,
weil die Leute meinen,
man wolle den Laden leerkaufen.
In diesem kleinen Dorf gibt es sogar
eine Beiz, das Restaurant Zitbödeli.
Hier wirtet Hanspeters Sohn Simon.
Seine beiden Kinder und seine
Frau Heidi sind auch immer dabei.
Im Winter kommen v.a.
Tourenskifahrer und Feriengäste
nach Abländschen - auf der Suche
nach einem Ort, um durchzuatmen.
Genau diese Abgeschiedenheit
ist das,
was Simon an seinem Zuhause schätzt.
Et voila.
Klar, man kann das Gipfeli
nicht vis-a-vis
in der Bäckerei holen.
Aber es gibt andere Dinge:
die Ruhe, die Natur ...
Wir sind sicher viel natur-
verbundener als Leute in der Stadt.
Seit 82 Jahren wohnt Hans Dänzer,
Simons Grossvater, hier oben.
Früher arbeitete er
als Dachdecker und Landwirt,
heute macht er Holzschindeln.
Er hat auch erlebt,
wie sich Abländschen verändert hat.
Früher waren wir 87 Leute.
Als ich in die Schule ging,
waren wir 20-23 Schulkinder.
Wobei: Ganz treu
war er Abländschen nicht immer.
1974-1977 bin ich
nach Boltigen ausgewandert.
Meine Frau und meine Mutter
kamen nicht gut miteinander aus.
Ich baute in dem alten Haus
eine kleine Wohnung.
Die Kinder vermissten mich,
wollten mich zurück.
Also kam ich nach drei Jahren
wieder zurück.
Seither bin ich hier.
Boltigen ist übrigens
das Nachbardorf von Abländschen.
So viel zum Auswandern.
Zurück im Käsekeller von Hanspeter.
Auch wenn alle hier
für sich arbeiten,
in diesem Dorf steht man zusammen -
als Familie, aber auch als Nachbarn.
Heute sind wir
noch drei Landwirte hier.
Wenn Not am Mann ist,
helfen wir einander aus.
Ich habe meine Familie hier.
Das ist sicher auch eine Hilfe.
Man unterstützt sich.
Mein Sohn
ist im Restaurant Zitbödeli.
Er kann auch heuen,
er kann auch käsen,
er kann alles,
wenn Not am Mann ist.
Es gibt aber auch schwierige Zeiten.
Hans' Frau wohnt unterdessen in
einem Heim und nicht mehr bei ihm.
Jetzt, wo ich alleine bin,
ist es einsam.
Ich habe früher jeden Abend
mit meiner Frau gejasst.
Das fehlt jetzt.
Das darf ich sagen.
Der Zusammenhalt in der Familie
ist aber gross.
Und man schaut gut zueinander.
Die Grosskinder kommen ...
Der, der Landmaschinen-
mechaniker in Zweisimmen lernt,
kam heute um 8 Uhr zum Kaffee.
Und um einen guten Tag zu wünschen.
Das ist sehr gut.
Familie ist gut.
Auch wenn es ab und zu
einsame Stunden gibt -
alleine ist man hier trotzdem nicht.
Das schätzt auch Heidi enorm
hier oben.
Mir ist es nicht wichtig,
wo, sondern eher mit wem.
Ich bin in Lauenen aufgewachsen
und dann nach Zürich gezogen.
Dort hat es zwar viele Leute,
aber ich habe mich nie
einsamer gefühlt als dort.
Daher sind mir die Leute wichtiger
als das Wo.
Dieser Meinung ist auch Simon.
Auch ihn
zieht es nicht in die Ferne.
Ich habe das Gefühl, wir haben hier
alles, was es braucht.
Ich möchte nirgends anders wohnen
als hier.
Ich habe das Gefühl, ich bin
am schönsten Ort der Schweiz.
Man ist etwas ab vom Schuss
hier oben.
Aber die Familie Dänzer
hält zusammen.
Es braucht manchmal gar nicht viel,
damit man alles hat.
Wir untertiteln in Echtzeit:
Familie Dänzer wäre heute Abend
gerne hier gewesen.
Aber Abländschen ist nicht um die
Ecke.
Wir schalten mit der modernen
Technik nach Abländschen.
Wir schauen, ob Simon mit seiner
Familie im Restaurant sitzt.
Habt ihr die Sendung geschaut?
Ja, guten Abend.
Wir setzen hier.
Nach diesem wunderbaren Beitrag ist
euch bestimmt bewusst,
dass jetzt mehr Leute nach
Abländschen kommen.
Ja, aber sie müssen uns zuerst noch
finden.
Du verrätst also nichts?
Heute gibt es ja Google Maps.
Da findet man uns schon.
Ich will dich nicht länger
aufhalten.
Sind die Fragen etwas mühsam?
Kein Problem.
Tiefen entspannt, aber nicht der
Mann der grossen Worte.
Die Bilder waren sehr schön im
Beitrag.
Liebe Grüsse an die ganze Familie in
Abländschen.
Fabian macht noch fertig.
Ich habe dir vorhin beim Kochen
zugeschaut.
Also einem, der aus 1 l Rotwein
einen halben Liter macht,
ist nicht zu trauen.
Ich habe eine Wurst mitgenommen.
Die Wurst sieht aber traurig aus.
Stark.
Guten Appetit, Gölä.
Wir dürfen jetzt auch das hier
probieren, den Gemüseauflauf
mit dem Berg Käse.
Ich habe eingelegte Zwiebeln
draufgelegt.
Und die Senfsauce.
Ihr dürft die Gabeln nehmen.
Die Wurst passt auch dazu.
Elisabeth, bist du gespannt?
Ja, klar.
Aber dein Gericht hat auch gut
ausgesehen.
Ich würde gerne mal zu dir kommen.
Hier ist ja kein Fleisch drin.
Ist das Zwiebel?
Gölä, dein Würstchen sieht
erbärmlich aus neben dem, was Fabian
hier gemacht hat.
Das habe ich schon mal von einer
Frau gehört.
Elisabeth, was sagst du dazu?
Es ist sehr gut.
Es ist sehr gut, Fäbu.
Es ist sehr fein.
Die Kombination mit den Gewürzen,
etwas Knackiges.
Süss und salzig, sehr gut.
Und die Veilchen?
Die sind hier oben.
Es ist mit Liebe angerichtet.
Und wenn Gölä nicht richtig mit isst
...
Er ist die Zwiebeln.
Hat jemand Hunger?
* Jubel *
Freunde, Freunde.
Wohin gehen wir?
Ihr seid am falschen Tisch.
Ich muss einfach hierüber gehen.
Bitteschön.
Guten Appetit.
Wir möchten noch jemandem Fr. 10.000
Migros-Gutschein schenken.
Wir müssen Ihnen ja noch sagen,
was wir beschreiben.
- Es ist ...
- Ein ...
Es ist ein ...
- Es ist ein Grandhotel.
Tschüss zusammen!
Wir untertiteln in Echtzeit:
Der glückliche Gewinner dieses
Gutscheins ist Ernst Schatz.
Ein perfekter Name für das
Gewinnspiel.
Meine Herren, jetzt sage ich euch
etwas.
Die nächste Sendung kommt aus dem
schönsten Ort der Welt,
aus meiner Heimat Oberägeri.
Bei dir zu Hause.
Hast du etwas gemischelt?
Die haben sich legal beworben.
Es war unglaublich schön hier in
Gstaad.
Vielen Dank für diesen schönen
Abend.
Ihr wart grossartig, danke.
Bis bald.
Tschüss zusammen.
SWISS TXT / Accessibility Services
Daniela Zacheo, Maria Keller